Herbsttour ins Vinschgau

Ein langes Wochenende im Oktober, tolles Wetter und noch nichts geplant. Was tun? Nat├╝rlich eine kleine Motorradtour in die Alpen. Spontan geplant, bin ich diesmal allein unterwegs. Naja, fast allein. Ein paar andere hatten wohl ├Ąhnliche Ideen. Mein Plan, auf dem Weg in die Alpen ├╝ber die Autobahn zu fahren, hat keine gro├če Zeitersparnis gebracht. Die A8 am Aichelberg ist Gro├čbaustelle und die halbe A7 ins Allg├Ąu war ein einziger gro├čer Stau. Nur gut, dass man mit dem Motorrad da einigermassen fl├╝ssig durchkommt. In ├ľsterreich hat es sich dann auch mit dem Nebel erledigt und der sch├Âne Teil der Tour kann beginnen. Die Strecke geht ├╝bers Hahntennjoch und Timmelsjoch, durch Meran weiter ins Vinschgau. Hier sind es sommerliche 25 Grad, das erste Mal wird es heute richtig warm. Ich ├╝bernachte in Latsch auf dem Campingplatz. Abends gibts dort leckere Pizza und ein k├╝hles Bier, perfetto. Nach einem Fr├╝hst├╝ck in der B├Ąckerei gehts schon um halb zehn weiter. Die Strecke zur├╝ck f├╝hrt ├╝ber Reschenpass – Arlberg – Bregenzer Wald und weiter ├╝ber kleine Nebenstrassen durchs Allg├Ąu und ├╝ber die Alb. 2 Tage mit 914 km, vielen Kurven und viel Spass.

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Westalb – ein traumhafter Sonntag

Also spontan eine Route ins Navi und ab gehts. Start in Stuttgart, dann eine sch├Âne 300 km Runde ├╝ber die Alb mit dem Mittelpunkt Reutlingen. Wiesensteig, M├╝nsingen, Lauterbachtal, Rottenburg. Viele Kurven, viele kleine Strassen. Zur├╝ck am Neckar entlang bis T├╝bingen und Einkehr im Schw├Ąrzlocher Hof, perfekt. Dort treffen wir auf Sabine und Tom, die heute auf Cabriotour sind. Hier ist gut was los heute, aber Essen und Aussicht sind wie immer genial.

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Und ewig gr├╝├čt das ABS…

… mit freundlichem Blinken der beiden ABS-Warnlampen. Momentan steht die Kuh zerlegt im Stall, das ABS macht mal wieder Probleme. Diesmal streikt es dauerhaft, das ist gar nicht gut.

Ab hier wird es jetzt etwas technisch (daher steht dieser Artikel auch in der Rubrik TECHNIK). Aber keine Sorge, die n├Ąchste Tour kommt bestimmt.

Meine Kuh (R 1100 GS, Bj.97) hat das ABSII von FTE. Das ├╝bliche Blinkproblem nach dem Anlassen habe ich schon lange mittels Aus-Taster in der Leitung zu PIN 15 gel├Âst. Seit dem neuen Anlasser muss ich da nur noch h├Âchst selten mal draufdr├╝cken. Aber nun gibt es ein anderes Problem:

ÔÇó abwechselndes Blinken sofort nach dem Einschalten der Z├╝ndung
ÔÇó keine Auff├Ąlligkeiten bei der letzten Tour davor, Selbsttest des ABS war da wie immer
ÔÇó Fehlerspeicher meldet Fehler 5 (Unterspannung), ausgelesen mit LED
ÔÇó Reset/L├Âschen scheinbar m├Âglich, danach beide Lampen permanent AN
ÔÇó Fehler ist beim n├Ąchsten Z├╝ndung EIN sofort wieder da
ÔÇó Batteriespannung 12,7 V bei Z├╝ndung EIN ist ok.
ÔÇó Bei der Messung in den 25-pol. Stecker rein ist f├╝r mich alles plausibel.
ÔÇó keine Korrosion am Stecker, mehrfach reingesteckt und rausgezogen
ÔÇó ABS-Relais und Elektromotor im Hydroaggregat arbeiten einwandfrei (bei 12V an PIN 19)

Soweit deutet das f├╝r mich auf einen Defekt in der Elektronik des ABS hin. Bei BMW kostet ein komplettes neues ABS-Modul inkl. Druckmodulator mit Einbau so um die 2.000 ÔéČ, reparieren d├╝rfen die das nicht. Aber einfach alles neu kann ja jeder. Bevor ich jetzt viel Geld ausgebe, m├Âchte ich den Fehler wirklich wissen oder wenigstens weiter eingrenzen.

Fehlercode ABS II Beschreibung
Code 1 Druckmodulator vorne
Code 2 Druckmodulator hinten
Code 3 Radsensor vorne
Code 4 Radsensor hinten hinten
Code 5 Unterspannung, wird autom. gel├Âscht
Code 6 ABS Warnrelais
Code 7 Fehler ABS-Elektronik
Code 8 St├Ârung durch ├Ąussere Einfl├╝sse, wird autom. gel├Âscht
Code 9 ABS-Warnlampe (?)
Code 16 Kolbenfehler
Wie wird der Code ausgelesen? LED mit Vorwiderstand 3,3 kOhm zwischen PIN 2 Diagnosestecker und Batterie + schalten, Anzahl der Blinkimpulse z├Ąhlen
Wie wird der Fehlerspeicher gel├Âscht? Z├╝ndung EIN, PIN 2 Diagnosestecker auf Masse, ABS-Taste dr├╝cken und 20 Sek. halten, ABS-Taste loslassen, beide Lampen sind nun permanent AN, Z├╝ndung AUS, 20 Sek. warten.


Ich habe die Elektronik mal ausgebaut und an eine Reparaturfirma f├╝r Steuerger├Ąte geschickt. Ergebnis: kein messbarer Fehler, alle Bauelemente ok, Prozessoren arbeiten, Takt stabil, 5V Spannung stabil. Einige L├Âtstellen wurden nachgearbeitet und Oxidationen entfernt. Leider gibt es dort keinen Simulator f├╝r das Motorrad bzw. das Hydro-Aggregat, so dass die Elektronik nicht wirklich realistisch getestet werden konnte.

Seit heute habe ich das Teil wieder und gleich am Motorrad probiert: Alles unver├Ąndert :(

Die ausgebaute Elektronik habe ich mit einer Motorradbatterie (12,8 V) an den entsprechenden Pins mal mit Spannung und Masse versorgt. Ergebnis ist genau wie immer:

1) Fehlercode 5 Unterspannung, ABS Warnlampe blinkt (hier nur eine LED)
2) Fehlerspeicher l├Âschen
3) ABS Warnlampe blinkt nicht mehr (also hat L├Âschen geklappt)
4) Spannung f├╝r 30 s wegnehmen
5) einschalten, Fehlercode 5 wieder da

Damit kann ich nun eigentlich Kabelbaum und Stecker endg├╝ltig ausschliessen. Die erfolglose Reparatur hat mich 65,00 Euro gekostet, das ist fair, bringt mich aber auch nicht weiter. Ich gehe davon aus, dass auch das Hydroaggregat selber ok ist. Also mal eine gebrauchte Elektronik auftreiben…

Vom ABS II gibt es verschiedene Baureihen und je nach Motorradmodell unterschiedliche Codierungen. Wie die wohl miteinander kompatibel sind? Ein freundlicher Program Manager der Firma FTE (der Hersteller) gab mir dazu folgende Info:

“Wenn sie die “Ersatz” Elektronik montiert haben, m├╝ssen Sie sie, vermutlich in einer BMW Werkstatt, auf Codierungs├╝bernahme setzen, dann ans Motorrad anschlie├čen und dann wird die Software f├╝r die GS installiert. Grunds├Ątzlich sind die Elektroniken bei ABS II austauschbar.”

Mittlerweile habe ich ein gebrauchtes Hydroaggregat bekommen und die Elektronik umgebaut.

Im “Labortest”, also nur mit Versorgungsspannung und Massecodierung, kommt der Fehlercode 6: ok. In der Kuh eingebaut kommt zuerst Code 7 und dann Code 8: auch ok.

Also auf zum Freundlichen. Es ist schon erstaunlich, wie wenig Ahnung die von ihren Ger├Ąten haben. Der sehr hilfsbereite Serviceberater h├Ątte Haus und Hof gewettet, dass die Elektronik nicht in irgendeiner Weise umcodiert oder umprogrammiert werden kann, ausser durch die externe Massebelegung. Zitat “Sowas haben wir noch nie gemacht, das kann unser Diagnoseger├Ąt auf keinen Fall.”

Ich habe dann zusammen mit einem Azubi am Diagnosecomputer gestanden und siehe da, es gibt doch einen Men├╝punkt zur Umcodierung, siehe Anleitung in der Box. Hat prima funktioniert, Lampen blinken nun wieder synchron. Selbsttest ok, ABS-Regelung einwandfrei. Bin lange nicht so zufrieden da vom Hof gefahren…

Damit nimmt die Geschichte nun doch ein Happy End. :) Gesamtkosten unter 200,00 ÔéČ.

Jetzt habe ich noch ein komplettes ABS als Reserve. Die Teilenummer ist aber aus einer anderen Verwendungsreihe. Folgende Info von FTE habe ich dazu:

“Es gibt [beim ABSII] 2 verschiedene Modulatoren. Sie unterschieden sich lediglich im Durchmesser der Entlastungskolben. Dies war n├Âtig, um auf die Volumina der verschiedenen Bremsen der einzelnen Modelle einzugehen und damit ist das Regelverhalten der Systeme leicht anders. Was aber wichtiger ist, die Volumina sind so ausgelegt, dass das komplette Volumen des Hauptzylinders im Entlastungszylinder untergebracht werden kann, wenn ein Ventil undicht sein sollte. In diesem Fall k├Ąme bei eigentlich geschlossenem Ventil vom HZ weiter Fl├╝ssiggkeit in den Kreis am Sattel und der Druck k├Ânnte nicht abgebaut werden, wenn nicht das gesamte HZ Volumen aufgenommen werden k├Ânnte. ”

Mein Fazit daraus: Demnach kann es auch nicht zu einem Totalausfall eines Bremskreises f├╝hren, wenn mal ein Ventil nicht schliesst. Eventuell regelt das ABS bei der falschen Kombination Motorad/ABS etwas anders und schlimmstenfalls regelt es gar nicht, aber die Bremse bremst.

 

ABS II interne Codierung ├Ąndern
Zus├Ątzlich zur modellabh├Ąngigen externen Codierung ├╝ber die Masseleitungen sind die einzelnen ABS-Einheiten intern codiert. Wenn eine gebrauchte Einheit in ein anderes Fahrzeugmodell gebaut wird, kann die interne Codierung falsch sein und sich nicht durch einen einfachen Reset beheben lassen. Als Fehlercode wird sofort nach dem Einschalten der Z├╝ndung ÔÇ×Code 8ÔÇť angezeigt, die ABS-Lampen blinken abwechselnd.

Man kann das mit dem BMW-Diagnosecomputer wie folgt ├Ąndern:
Mit ÔÇ×Gef├╝hrte Diagnose, ABS II ToolboxÔÇť wird sich der Fehler ÔÇ×falsche CodierungÔÇť ergeben.
Wenn man im Men├╝ dazu aufgefordert wird, Z├╝ndung einschalten.

Auswahlm├Âglichkeiten:
1) die externe Codierung (Masseanschl├╝sse, Kabelbaum) pr├╝fen oder
2) die interne Codierung der Einheit pr├╝fen.

Bei 2) zeigt das Diagnoseger├Ąt die aktuelle Codierung in Form des Motorradmodells an, z.B. ÔÇ×Modell R1150 R / R 850 RÔÇť oder so ├Ąhnlich.
Dann wird man gefragt ob man umcodieren m├Âchte. OK ausw├Ąhlen. Nach erfolgter Umcodierung (dauert nur etwa 1 Sekunde) Z├╝ndung aus und fertig.

Im Zweifelsfall den Fehlerspeicher l├Âschen und das ganze nochmal wiederholen.

Die Kommunikation mit dem Diagnoseger├Ąt erfolgt nur ├╝ber den 3-poligen Diagnosestecker. Was da genau ├╝ber die Leitung geht weiss vermutlich keine BMW-Werkstatt der Welt. Das verwendete Diagnoseger├Ąt ist ein GT1 von Siemens. Hier noch ein paar Infos zu dem Teil:

 


BMW group tester one (GT1) is offered to the aftermarket in the same specification that is currently supplied to BMW franchised dealers. It is special-purpose tool of BMW Series.

Gt1 is supplied with a Pentium based laptop PC on a Windows platform connected to a high specification communications and measurement interface.

GT1 can complete coverage of ALL BMW systems. One thing that can only be done using the GT1, this function is called Electronic Control Unit (ECU) programming and configuration. Many of the original electronic systems on modern vehicles can now be re programmed using software; historically any changes to rectify software problems would involve a new ECU which would be purchased from the parts department and that is the only way that the independent market today is able to overcome these problems. The BMW GT1 system allows you re programme all BMW car ECU’s to fix software or to install a blank ECU to a repaired vehicle.

Test functions:
Read faulty code ,clear faulty code ,data stream .activate state,programming ,component test ,maintenance data information ,components location ,wiring diagram etc…,TIS AND DIS ARE SUPPLY all of system diagram of all of BMW car, Components location, maintainence method and coding information etc.

direkter Link zu diesem Artikel: http://www.asiabike.de//2014/mal-wieder-das-abs/

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Ein Wochenende in Italien

Eine sch├Âne Tour f├╝r ein langes Wochenende mit 4 Tagen. Anreise 559 km vorbei am Rheinfall in Schaffhausen,├╝ber den Julierpass und den Malojapass. Hinter den Alpen sp├╝rt man schon das Mittelmeerklima, es riecht ├╝berall nach Kr├Ąutern. Unsere Basis f├╝r die n├Ąchsten beiden Tage ist das Campeggio Rivabella in Lecco. Sehr sch├Âner Zeltplatz direkt am Wasser und wir k├Ânnen zu Fuss in die Stadt gehen. Am zweiten Tag unternehmen wir eine kleine Rundfahrt um einen Teil des Sees bis Varenna und mit der F├Ąhre r├╝ber nach Bellagio. Zwei h├╝bsche kleine Orte die zum Verweilen einladen.

Die R├╝ckfahrt geht ├╝ber den Spl├╝genpass, ein weiteres Highlight der Tour. Oben im See treiben noch die Eisschollen und es weht ein k├╝hler Wind.

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back home – Fazit

Ich bin wieder zu Hause. Nun wird es am Ende einer solchen Reise Zeit f├╝r ein kleines Fazit, beginnend mit ein paar hard facts:

Reisezeit: 4 Monate, Mai – August 2013

gefahrene Strecke: ca. 22.000 km

Benzinverbrauch BMW: 1105 Liter bei 65 Tankstops, Durchschnittsverbrauch 4,9 Liter / 100 km

h├Âchster Benzinpreis: T├╝rkei, 1,98 Euro / Liter

niedrigster Benzinpreis: Iran, 0,16 Euro / Liter

├ľlverbrauch: ca. 2,5 Liter, kein ├ľlwechsel unterwegs

Kosten der Reise: ca. 4.700,- Euro (ohne Ausr├╝stung, inkl. 1.090,- Euro f├╝r Benzin)

Kosten zus. Krankenversicherung: 276,- Euro

Kosten Carnet des Passages: 195,- Euro

Pannen / Sch├Ąden: linker Koffer etwas verbeult und linker Blinker besch├Ądigt (Erinnerung an Schlammpiste in Albanien), Handbremshebel in Istanbul ausgetauscht, beide Lampen Zusatzscheinwerfer in Georgien ersetzt, Hinterreifen auf der Krim geflickt (Nagel drin)

Reifen: Wechsel in Istanbul. Heidenau K60 Scout von Istanbul bis zum Schluss gefahren (├╝ber 19.000 km) und noch ok., seit der Krim mit Flicken.

Route: 18 L├Ąnder (├ľsterreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland, T├╝rkei, Iran, Aserbaidschan, Georgien, Armenien, Nagorni-Karabach, Russland, Ukraine, Polen, Slowakei, Tschechien).

Die einzelnen Abschnitte unserer Tour gibt es hier auf zoombaren Karten.

Wir haben das Beste aus der problematischen Situation in Pakistan gemacht. Auch im Nachhinein war unsere Entscheidung richtig, nicht weiter durch Pakistan und Indien zu fahren. Ramadan, Polizeieskorten, Temperaturen von 45 Grad und nach wie vor das Risiko von Attentaten reduzieren den Spass erheblich. Der Karakoram Highway und die Berge drumherum laufen nicht weg, wir kommen wieder!

Visa: 3 Visa (Iran, Aserbaidschan, Russland), f├╝r alle anderen L├Ąnder ist kein Visum erforderlich oder man bekommt es an der Grenze. Weitere Infos gibt es hier.

Team: tolle, ganz unterschiedliche Tourpartner, wir hatten zusammen viel Spass und waren ein gutes Team.

Leute: viele kurze, aber sch├Âne Begegnungen beim Tanken, in Restaurants und Hotels, auf Campingpl├Ątzen, einfach so auf der Strasse, bei einer Einladung zum Tee oder der freundliche Gruss aus dem fahrenden Auto (welcome to Iran…) Viele hilfsbereite Leute, wenn wir irgendwas gesucht haben, last but not least die grenzenlose Gastfreundschaft der Iraner.

Ebenso viele nette Bekanntschaften, von denen einige sicherlich auch bleiben. Motorradfahrer und andere Reisende unterwegs, Hostel-Personal, Familien, bei denen wir eingeladen waren und teilweise auch gewohnt haben, Leute, die wir in fremden St├Ądten kennenlernten und mit denen wir eine gute Zeit hatten, oder die uns einfach nur den Weg zeigten. Siehe auch die Fotocollage unter Faces.

Fazit: Aufwand und Kosten f├╝r eine solche Reise lohnen sich auf jeden Fall. F├╝r mich war es die erste l├Ąngere Motorradreise und auf der R├╝ckreise habe ich viele neue L├Ąnder kennengelernt. Das Highlight der Tour war ohne Zweifel unsere Zeit im Iran (mehr als 1 Monat), wo wir auch das Geschehen rund um die Wahlen in der islamischen Republik beobachten konnten. Gut war, dass wir nicht NUR Motorrad gefahren sind, sondern auch Zeit hatten, mal ein Tage wo zu bleiben, wo es uns gut gefallen hat. Es wird sicherlich Fortsetzungen dieser Tour geben, Ziele stehen noch nicht fest, Ideen gibt es genug :)

Weitere facts in Kurzform gibt es auf der Seite L├Ąnder-Logbuch


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Durch Slowakei und Tschechien nach Hause

Krakau war die letzte neue Stadt auf dieser Tour, an jetzt beginnt praktisch die Heimreise. Der R├╝ckweg um das schwarze Meer war wirklich interessant und wir haben viele spannende Dinge erlebt.

Ich verlasse Krakau Richtung S├╝den, vorbei an Zakopane ├╝berquere ich die Grenze in die Slowakei. Dazu muss ich nicht einmal anhalten. Ich tanke in Zdiar und fahre dann die obere Strasse an der hohen Tatra entlang. Hier in den Bergen ist es ziemlich frisch, das Thermometer f├Ąllt bis auf 12 Grad. Als es wieder abw├Ąrts geht nach Liptovsky Mikulas kommt auch die Sonne wieder und es wird w├Ąrmer. Ich bleibe eine Nacht auf dem tollen Campingplatz am See (Maracamping) und geniesse nochmal das sch├Âne Wetter mit Bergpanorama.

Der n├Ąchste Tag ist nochmal viel Motorradfahren, ├╝ber 570 km Landstrasse bis nach Pilsen. Dort komme ich gegen 18 Uhr an und ├╝bernachte auf dem Campingplatz, wieder an einem kleinen See gelegen. Von dort kann man prima mit der Tram in die Stadt fahren. Abendessen wieder bei U Mansfelda mit leckerem Pilsener Urquell. Auf dem Campingplatz lerne ich Uwe und seinen Freund kennen. Uwe ist auch mit dem Motorrad aus Dresden unterwegs, nur ├╝bers Wochenende. Am n├Ąchsten Morgen fahren wir zum Fr├╝hst├╝ck in die Stadt, ich komme erst um halb zwei wieder los…

Die restlichen 400 km bis Stuttgart sind Standardstrecke, gegen 20 Uhr bin ich wieder zuhause und kann meine Viktoria in die Arme nehmen :)

Dieser Blog wird nat├╝rlich fortgesetzt mit weiteren Abenteuern. In K├╝rze folgt noch eine Auswertung dieser Asientour mit ein paar Facts und Zahlen.

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Krakau

W├Ąhrend Derek und Marco sich in Lviv um eine neue Kette k├╝mmern, fahre ich schon mal vor nach Polen zu unserem letzten gemeinsamen Ziel Krakau. Das von mir ausgesuchte Hostel hatte mir geschrieben, dass sie ausgebucht sind, also habe ich ein Bett im Deco Hostel gebucht, was sich als gute Wahl herausstellte. Nettes Personal und ein ganzes 4-Bett Zimmer f├╝r mich allein. Die Motorr├Ąder parken direkt vor der T├╝r und Fr├╝hst├╝ck gibt es auch.

Krakau stellt sich als sehr touristisch raus, aber das war zu erwarten in dieser Jahreszeit. Daf├╝r gibt es aber jede Menge gute Restaurants und richtig gute Kneipen. Am n├Ąchsten Tag mache ich eine lange Tour zu Fuss und hake erstmal die Sehensw├╝rdigkeiten in der Altstadt ab. Das ist in erster Linie rund um den Marktplatz und auf dem Wawel Hill. Danach ziehe ich weiter nach Kazimierz, das j├╝dische Viertel und ├╝ber die Fussg├Ąngerbr├╝cke nach Podgorze. Hier wandere ich durch die beiden Gettos und besichtige das kleine, aber feine Museum in der Pod Ortem Apotheke. Diese war 24 Stunden ge├Âffnet und ein wichtiger Treffpunkt und Anlaufstelle f├╝r die Juden im Getto.

Abends gehen wir alle zusammen essen in einem guten Restaurant in Kazimierz, das wird unser Abschiedsessen. Morgen werde ich in die Slowakei weiterfahren, Marco und Derek wollen das Wochenende in Prag verbringen.

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Lviv

Unser Hostel in Lviv ist nicht gerade der Hit, aber die Lage ist sehr zentral und wir k├Ânnen die Bikes in der grossen Durchfahrt zum Innenhof parken. Dieses ist unser letzter Stop in der Ukraine. Es ist Sonntag abend, das Wetter ist prima und die Stadt ist voller Leben. Auf dem grossen Platz in der Stadtmitte wird auf einer kleinen B├╝hne Tang getanzt. Alle Strassencafes und Restaurants sind gut besucht. Da die Stadt wesentlich kleiner als Kiev ist, fallen die Touristen hier mehr auf.

Am Montag mache ich einen sehr ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt und besuche auch die Sehensw├╝rdigkeit Nr.1, den alten Friedhof (Lychakivske Cemetery), der auch P├Ęre Lachaise von Osteuropa genannt wird. Den Abend verbringe ich mit Derek und Marco, wir gehen Pizza essen und trinken noch das ein oder andere Bier.

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Kiev – Independence Day

Wir bleiben 4 N├Ąchte in Kiev, um den Unabh├Ąngigkeitstag am 24.August mitzuerleben. Ausserdem ist Kiev eine lebendige, interessante Stadt, wo so schnell keine Langeweile aufkommt. Mir kommt es sehr europ├Ąisch vor, wie eine Mischung aus Berlin, Prag und ein wenig Paris. Unser Hostel ist sehr ruhig und etwas ausserhalb vom Stadtzentrum, nicht die perfekte Wahl. Aber mit dem Trolleybus sind wir schnell im Zentrum, es gibt einen Supermarkt um die Ecke und unser Zimmer ist ok. An einem Abend verabreden wir uns mit Jane, die wir in Tiblisi kennengelernt haben. Sie l├Ąuft immer noch mit Gips rum und besucht nun einen Russischkurs in Kiev. Nach dem Abendessen trinken wir das ein oder andere Bier in einem kleinen Park, wo wir sp├Ąter auch Julia und ihren Freund kennenlernen. Zusammen mit weiteren Freunden fahren wir schliesslich in eine Wohnung in einem Hochhaus und machen eine spontane Wodkaparty. Dazu kaufen wir an einem Kiosk 2 Flaschen Wodka, Apfelsaft, fette W├╝rstchen (die sp├Ąter gebraten werden) und ein paar Snacks. Es wird ein sehr lustiger Abend. Ich weiss noch, dass wir irgendwie mit einem Taxi nach Hause gekommen sind…

Am Independence Day gibt es abends zum Abschluss ein sch├Ânes Feuerwerk. Sonntag morgen ist das Wetter kalt und grau, aber wir m├╝ssen weiter. Es sind heute ungef├Ąhr 550 Kilometer bis nach Lviv. Im Laufe des Tages kommt die Sonne raus und die meist langweilige Autobahn wird dann doch noch ertr├Ąglich.

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Urlaub auf der Krim

Der kleine Ort Schokilde war eine gute Entscheidung, wir bleiben noch f├╝r eine weitere Nacht. Hier ist nicht so viel Rummel wie bei unserem letzten Stop und an der S├╝dk├╝ste ist sicher auch viel mehr los. Es gibt sch├Âne Str├Ąnde, gute Restaurants und sogar eine open air B├╝hne mit Live Rock am Abend.

Seit einigen Tagen befindet sich in meinem hinteren Reifen etwas, was dort nicht hingeh├Ârt. Mit Hilfe eines Motorradfahrers finde ich den kleinen Autoservice im Ort, der mir in weniger als 30 Sekunden die Sache repariert. Den gleichen St├Âpsel habe ich auch im Gep├Ąck, aber f├╝r weniger als 2 Euro mache ich nicht mal den Koffer auf :) Ich hoffe, das das jetzt bis nach Hause h├Ąlt.

Als n├Ąchsten ├ťbernachtungsstop haben wir das Tartarendorf Bakhchysarai gew├Ąhlt. Das liegt nicht direkt an der K├╝ste, aber von hier k├Ânnen wir Touren in die Umgebung unternehmen und haben ein nettes homestay mit Fr├╝hst├╝ck. Im Ort selber besichtigen wir den Khan Palace und wandern abends durch das Iosofatova Valley zu dem alten Karaiten Friedhof in einem Wald unterhalb vom Plateau. Tausende von moos├╝berwachsenen Grabsteinen mit hebr├Ąischen Inschriften stehen oder liegen hier mitten im Wald. Gespenstisch.

Ein Tagesausflug mit den Motorr├Ądern f├╝hrt uns zun├Ąchst an die K├╝ste zur Festung von Balaklava (Titelfoto). ├ťber die tolle K├╝stenstrasse fahren wir bis Yalta und zur├╝ck nach Sevastopol und wieder nach Hause. Ein vollgepackter Tag mit vielen Eindr├╝cken.

Am folgenden Tag verlassen wir die Krim und fahren in 2 Etappen nach Norden Richtung Kiev.

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