Rumänien – on tour

Und auf zur nächsten Tour, diesmal zwei Wochen nach Rumänien. Die An- und RĂĽckreise erfolgt diesmal mit dem Motorrad, was zusammen schon 5-6 Tage benötigt. Aber wir haben uns eine schöne Route durch die Alpen ausgesucht und – der Weg ist das Ziel!

Nach dem Brenner weiter durchs Lesachtal und Gailtal. Erste Ăśbernachtung in Villach in einem gemĂĽtlichen Gasthaus. Die zweite Hälfte des Tages ist leider ein wenig verregnet, aber am nächsten Tag sieht es schon besser aus. Wir zelten in einem kleinen Ort direkt am SĂĽdufer des Balaton. Am dritten Tag fahren wir weiter nach Timisoara in Rumänien. Direkt hinter der Grenze zeigt das Navi mit open street map Karte, was es kann und lotst uns ĂĽber einen kleinen Schotterweg zu einer winzigen Fähre ĂĽber den Mures. Die Seilfähre wird nur von der Strömung angetriebn und benötigt entsprechend lange. Die Auf- und Abfahrt erfolgt ĂĽber eine kleine Holzplanke, da freut sich der Endurist…

Nachts in Timisoara regnet es wieder heftig. Gut, dass wir auf dem Campingplatz eine HĂĽtte genommen haben.

Weiter geht es Richtung Karpaten, später auf einer kleinen Bergstrasse mit vielen Schlaglöchern und Baustellen. In der Nähe der Transalpina übernachten wir in einer Pension im kleinen Dorf Voinessa. Und wieder regnet es in der Nacht, vorher sind wir schon in den Wolken unterwegs gewesen.

Die nächste kurze Etappe führt uns nach Sibiu, wo wir einen halben Tag verbringen und übernachten.

Morgen geht es dann weiter zur Transfagarasan.

update Samstag, 22.8.

Der Besuch in Sibiu hat sich wirklich gelohnt. Am Abend waren wir noch lecker im “Weinkeller” essen, sehr zu empfehlen. Am Samstag ist es immer noch bewölkt und es regnet morgens noch ein paar Tropfen. Wir nehmen Kurs auf die Transfagarasan, aber schon bald, weit vor dem Gipfel, ist Schluss. Heute ist die Strecke wegen der Sibiu Rallye gesperrt. Also wieder runter und weiter nach Osten nach Brasov, wo wir eine ausgiebige Mittagspause mit Stadtbesichtigung machen. Wenigstens ist es hier trocken und einigermassen warm, aber bei der Weiterfahrt ĂĽbeer den Bran-Pass hat uns der Regen wieder. Egal, die Strecke ist wirklich ein Traum und auch die tief hängenden Wolken haben was… In dem langen Tal hinter Campulung fahren wir durch viele kleine Dörfer. Hier ist die Zeit wirklich stehengeblieben. Alte Leute sitzen vor ihren Häusern, Pferdefuhrwerke fahren Heu mit Familien obendrauf, Kuh- und Schafherden flanieren auf der Strasse. Zwischendurch immer wieder fehlender Asphalt, Matsch und Schlaglöcher.

In Pitesti finden wir im Hotel Duet für 100 Lei ein schönes Zimmer mit Frühstück. In der Fussgängerzone der Dacia-Stadt gibt es sogar eine Musical Fountain und endlich ein kühles Bier. Morgen wollen wir dann die Berge von Süden her überqueren und dann irgenwie weiter nach Sigisoara. tbc

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RDGA – Route des Grandes Alpes


1.Juni – 7.Juni

Dazu muss man eigentlich nicht mehr viel sagen, die meisten von euch sind die Strecke sicher schon einmal gefahren. Eine absolute Traumstrecke durchs Hochgebirge vom Genfer See bis zum Mittelmeer. Viele der Pässe machen erst Anfang Juni auf, einige sogar noch später. Wir hatten mit dem Wetter riesiges Glück. Es war meistens sehr warm und nur der Iseran hatte noch Wintersperre. Aber der Reihe nach.

Von Stuttgart fahren wir am Montag mit dem Anhänger bis nach Thonon-les-bains am Genfer See. Dort gibts abends ein echt heftiges Gewitter, aber am nächsten Morgen ist alles wieder gut. In den Tälern dampft noch der Nebel ĂĽber dem nassen Asphalt, aber bald geht’s schon ĂĽber die ersten kleinen Pässe. Als Alternative zum Iseran fahren wir ĂĽber den Col de la Madelaine, ein absolutes SahnestĂĽck und immerhin fast 2000 Meter hoch. Danach gehts noch weiter bis zum kleinen Skiort Valloire, wo wir in der Abendsonne unsere Zelte aufbauen.

Im einzigen geöffneten Hotel bekommen wir abends noch ein leckeres Essen, aber wir sind in einer Geisterstadt. Egal, am nächsten Morgen wartet erstmal der Galibier auf uns. Da oben noch Schneemassen liegen, nehmen wir den Gipfeltunnel auf die andere Seite. Von dort gibts eine unendlich lange Abfahrt bis nach Briancon, Mittagspause. Während Andreas seinen Kaffee trinkt, schlendere ich über den sehr schönen Markt und schau mir die Altstadt an. Hier unten im Tal ist es richtig heiß jetzt, die Sonne brennt gnadenlos vom fast blauen Himmel. Nach dem Tanken geht es nun weiter über den Izoard und den Col de Vars. Dann weichen wir von der Standardroute ab und fahren die Schleife über den Col de la Bonette, mit 2715 m einer der höchsten Strassenpässe der Alpen. Der Pass liegt südöstlich von Barcelonette. Nach einer grandiosen Auffahrt stehen wir recht plötzlich mit einigen anderen Bikern vor einer recht massiven Schneewand. Hier wäre die Auffahrt für die letzten Meter zur Spitze, der Cime de la Bonette gewesen. Nicht für uns, wir nehmen den shortcut auf die andere Seite und schwingen uns wieder ins Tal hinab.

Da wir schon recht spät dran sind, lassen wir die restlichen Pässe der Seealpen aus und fahren auf direktem Weg durch ein schönes Tal bis nach Nizza, wo wir uns auf einem Campingplatz in Villeneuve-Loubet einquartieren. Wir gehen noch kurz zum Strand und decken uns dann im Supermarkt mit Bier und etwas essbarem ein, das soll für heute genügen. Mittlerweile ist schon Donnerstag und wir haben heute einen Pausentag. Wir mieten uns zwei Mointainbikes und fahren die Küste rauf durch Cagnes-sur-mer bis nach Nizza. Grösstenteils fahren wir über eine tolle Strandpromenade, bei dem perfekten Sommerwetter heute ist das echt genial. In Nizza ein kurzer Sprung ins Meer, Mittagspause (Tipp: Socca essen bei Pipo) und dann weiter bis zum Cap Ferat, das wir ganz umrunden. Wahnsinn, was hier für Villen rumstehen. Auf dem Rückweg bleibt Zeit für ein leckeres Essen in der Altstadt von Nizza und ein wenig Sightseeing.

Freitag geht es nun wieder Richtung Norden. Heute fahren wir getrennt, Treffpunkt ist Gap. Ich nehme die Route ĂĽber Saint-Paul und den Col de Vence (sehr zu empfehlen). In Castellane zweigt die Strasse zu den Gorges du Verdon ab, dort fahre ich diesmal rive-gauche, also auf der linken Seite. Absolut beeindruckende Landschaft, steht dem Grand Canyon in den USA in nichts nach… Vorbei am Lac de Sainte-Croix fahre ich ĂĽber Riez nach Digne-les-Bains, wo es ĂĽber sehr kleine Strässchen und durch wilde Schluchten weitergeht. Ich komme durch Seyne-les-Alpes, das dieses Jahr durch den Germanwings Crash traurige BerĂĽhmtheit erlangt hat. Weitere kleine Strässchen fĂĽhren mich vorbei am Lac de Serre-Poncon nach Gap, wo Andreas auch etwa eine Stunde später eintrifft.


Am Samstag ist die StreckenfĂĽhrung weniger spektakulär, aber immer noch mit schöner Bergkulisse links und rechts der Strasse. Wir fahren wieder einzeln aufgrund unserer verschiedenen Geschwindigkeiten und ich mache heute eine lange Mittagspause in Chambery. Es ist immer noch brutal heiss, so freue ich mich wieder auf den Fahrtwind. Durch den Parc Naturel du Massiv des Bauges fahre ich bis zum schön gelegenen Lac d’Annecy. Das war nochmal ein richtiges Motorrad-Paradies. Die restliche Strecke bis zum Genfer See ist weniger spannend. Ăśberraschung bei der Ankunft: Andreas und ich kommen zufällig innerhalb von einer Minute am Ziel an! Er hat noch die Klamotten an, den Helm in der Hand und seine 650 GS steht vor der Schranke am Campingplatz. Nach dem Bad im See zieht wieder ein schweres Gewitter auf, das kennen wir ja schon hier. Das Licht wird etwas unheimlich mit Farbtönen von dunkelrot bis tiefblau. Am Sonntag geht eine sehr schöne Tour (1.320 km) zu Ende und wir zuckeln mit den Motorrädern auf dem Hänger wieder nach Hause.

alle Pässe der RDGA

Col des Gets (1163 m)
Col de la Colombiere (1613 m)
Col des Aravis (1487 m)
Col des SAisies (1650 m)
Cormet de Roselend (1967 m)
Col de l’Iseran (2764 m)
Col du Telegraphe (1566 m)
Col du Galibier (2645 m)
Col du Lautaret (2058 m)
Col d’Izoard (2360 m)
Col de Vars (2109 m)
Col de la Cayolle (2326 m)
Col de Valberg (1673 m)
Col de la Couillole (1678 m)
Col Saint-Martin (1500 m)
Col de Turini (1607 m)
Col de Castillon (706 m)
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Herbsttour ins Vinschgau

Ein langes Wochenende im Oktober, tolles Wetter und noch nichts geplant. Was tun? NatĂĽrlich eine kleine Motorradtour in die Alpen. Spontan geplant, bin ich diesmal allein unterwegs. Naja, fast allein. Ein paar andere hatten wohl ähnliche Ideen. Mein Plan, auf dem Weg in die Alpen ĂĽber die Autobahn zu fahren, hat keine groĂźe Zeitersparnis gebracht. Die A8 am Aichelberg ist GroĂźbaustelle und die halbe A7 ins Allgäu war ein einziger groĂźer Stau. Nur gut, dass man mit dem Motorrad da einigermassen flĂĽssig durchkommt. In Ă–sterreich hat es sich dann auch mit dem Nebel erledigt und der schöne Teil der Tour kann beginnen. Die Strecke geht ĂĽbers Hahntennjoch und Timmelsjoch, durch Meran weiter ins Vinschgau. Hier sind es sommerliche 25 Grad, das erste Mal wird es heute richtig warm. Ich ĂĽbernachte in Latsch auf dem Campingplatz. Abends gibts dort leckere Pizza und ein kĂĽhles Bier, perfetto. Nach einem FrĂĽhstĂĽck in der Bäckerei gehts schon um halb zehn weiter. Die Strecke zurĂĽck fĂĽhrt ĂĽber Reschenpass – Arlberg – Bregenzer Wald und weiter ĂĽber kleine Nebenstrassen durchs Allgäu und ĂĽber die Alb. 2 Tage mit 914 km, vielen Kurven und viel Spass.


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Westalb – ein traumhafter Sonntag

Also spontan eine Route ins Navi und ab gehts. Start in Stuttgart, dann eine schöne 300 km Runde über die Alb mit dem Mittelpunkt Reutlingen. Wiesensteig, Münsingen, Lauterbachtal, Rottenburg. Viele Kurven, viele kleine Strassen. Zurück am Neckar entlang bis Tübingen und Einkehr im Schwärzlocher Hof, perfekt. Dort treffen wir auf Sabine und Tom, die heute auf Cabriotour sind. Hier ist gut was los heute, aber Essen und Aussicht sind wie immer genial.

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Und ewig grĂĽĂźt das ABS…

… mit freundlichem Blinken der beiden ABS-Warnlampen. Momentan steht die Kuh zerlegt im Stall, das ABS macht mal wieder Probleme. Diesmal streikt es dauerhaft, das ist gar nicht gut.

Ab hier wird es jetzt etwas technisch (daher steht dieser Artikel auch in der Rubrik TECHNIK). Aber keine Sorge, die nächste Tour kommt bestimmt.

Meine Kuh (R 1100 GS, Bj.97) hat das ABSII von FTE. Das übliche Blinkproblem nach dem Anlassen habe ich schon lange mittels Aus-Taster in der Leitung zu PIN 15 gelöst. Seit dem neuen Anlasser muss ich da nur noch höchst selten mal draufdrücken. Aber nun gibt es ein anderes Problem:

• abwechselndes Blinken sofort nach dem Einschalten der Zündung
• keine Auffälligkeiten bei der letzten Tour davor, Selbsttest des ABS war da wie immer
• Fehlerspeicher meldet Fehler 5 (Unterspannung), ausgelesen mit LED
• Reset/Löschen scheinbar möglich, danach beide Lampen permanent AN
• Fehler ist beim nächsten Zündung EIN sofort wieder da
• Batteriespannung 12,7 V bei Zündung EIN ist ok.
• Bei der Messung in den 25-pol. Stecker rein ist für mich alles plausibel.
• keine Korrosion am Stecker, mehrfach reingesteckt und rausgezogen
• ABS-Relais und Elektromotor im Hydroaggregat arbeiten einwandfrei (bei 12V an PIN 19)

Soweit deutet das für mich auf einen Defekt in der Elektronik des ABS hin. Bei BMW kostet ein komplettes neues ABS-Modul inkl. Druckmodulator mit Einbau so um die 2.000 €, reparieren dürfen die das nicht. Aber einfach alles neu kann ja jeder. Bevor ich jetzt viel Geld ausgebe, möchte ich den Fehler wirklich wissen oder wenigstens weiter eingrenzen.

Fehlercode ABS II Beschreibung
Code 1 Druckmodulator vorne
Code 2 Druckmodulator hinten
Code 3 Radsensor vorne
Code 4 Radsensor hinten hinten
Code 5 Unterspannung, wird autom. gelöscht
Code 6 ABS Warnrelais
Code 7 Fehler ABS-Elektronik
Code 8 Störung durch äussere Einflüsse, wird autom. gelöscht
Code 9 ABS-Warnlampe (?)
Code 16 Kolbenfehler
Wie wird der Code ausgelesen? LED mit Vorwiderstand 3,3 kOhm zwischen PIN 2 Diagnosestecker und Batterie + schalten, Anzahl der Blinkimpulse zählen
Wie wird der Fehlerspeicher gelöscht? Zündung EIN, PIN 2 Diagnosestecker auf Masse, ABS-Taste drücken und 20 Sek. halten, ABS-Taste loslassen, beide Lampen sind nun permanent AN, Zündung AUS, 20 Sek. warten.


Ich habe die Elektronik mal ausgebaut und an eine Reparaturfirma für Steuergeräte geschickt. Ergebnis: kein messbarer Fehler, alle Bauelemente ok, Prozessoren arbeiten, Takt stabil, 5V Spannung stabil. Einige Lötstellen wurden nachgearbeitet und Oxidationen entfernt. Leider gibt es dort keinen Simulator für das Motorrad bzw. das Hydro-Aggregat, so dass die Elektronik nicht wirklich realistisch getestet werden konnte.

Seit heute habe ich das Teil wieder und gleich am Motorrad probiert: Alles unverändert :(

Die ausgebaute Elektronik habe ich mit einer Motorradbatterie (12,8 V) an den entsprechenden Pins mal mit Spannung und Masse versorgt. Ergebnis ist genau wie immer:

1) Fehlercode 5 Unterspannung, ABS Warnlampe blinkt (hier nur eine LED)
2) Fehlerspeicher löschen
3) ABS Warnlampe blinkt nicht mehr (also hat Löschen geklappt)
4) Spannung fĂĽr 30 s wegnehmen
5) einschalten, Fehlercode 5 wieder da

Damit kann ich nun eigentlich Kabelbaum und Stecker endgĂĽltig ausschliessen. Die erfolglose Reparatur hat mich 65,00 Euro gekostet, das ist fair, bringt mich aber auch nicht weiter. Ich gehe davon aus, dass auch das Hydroaggregat selber ok ist. Also mal eine gebrauchte Elektronik auftreiben…

Vom ABS II gibt es verschiedene Baureihen und je nach Motorradmodell unterschiedliche Codierungen. Wie die wohl miteinander kompatibel sind? Ein freundlicher Program Manager der Firma FTE (der Hersteller) gab mir dazu folgende Info:

“Wenn sie die “Ersatz” Elektronik montiert haben, mĂĽssen Sie sie, vermutlich in einer BMW Werkstatt, auf CodierungsĂĽbernahme setzen, dann ans Motorrad anschlieĂźen und dann wird die Software fĂĽr die GS installiert. Grundsätzlich sind die Elektroniken bei ABS II austauschbar.”

Mittlerweile habe ich ein gebrauchtes Hydroaggregat bekommen und die Elektronik umgebaut.

Im “Labortest”, also nur mit Versorgungsspannung und Massecodierung, kommt der Fehlercode 6: ok. In der Kuh eingebaut kommt zuerst Code 7 und dann Code 8: auch ok.

Also auf zum Freundlichen. Es ist schon erstaunlich, wie wenig Ahnung die von ihren Geräten haben. Der sehr hilfsbereite Serviceberater hätte Haus und Hof gewettet, dass die Elektronik nicht in irgendeiner Weise umcodiert oder umprogrammiert werden kann, ausser durch die externe Massebelegung. Zitat “Sowas haben wir noch nie gemacht, das kann unser Diagnosegerät auf keinen Fall.”

Ich habe dann zusammen mit einem Azubi am Diagnosecomputer gestanden und siehe da, es gibt doch einen MenĂĽpunkt zur Umcodierung, siehe Anleitung in der Box. Hat prima funktioniert, Lampen blinken nun wieder synchron. Selbsttest ok, ABS-Regelung einwandfrei. Bin lange nicht so zufrieden da vom Hof gefahren…

Damit nimmt die Geschichte nun doch ein Happy End. :) Gesamtkosten unter 200,00 €.

Jetzt habe ich noch ein komplettes ABS als Reserve. Die Teilenummer ist aber aus einer anderen Verwendungsreihe. Folgende Info von FTE habe ich dazu:

“Es gibt [beim ABSII] 2 verschiedene Modulatoren. Sie unterschieden sich lediglich im Durchmesser der Entlastungskolben. Dies war nötig, um auf die Volumina der verschiedenen Bremsen der einzelnen Modelle einzugehen und damit ist das Regelverhalten der Systeme leicht anders. Was aber wichtiger ist, die Volumina sind so ausgelegt, dass das komplette Volumen des Hauptzylinders im Entlastungszylinder untergebracht werden kann, wenn ein Ventil undicht sein sollte. In diesem Fall käme bei eigentlich geschlossenem Ventil vom HZ weiter FlĂĽssiggkeit in den Kreis am Sattel und der Druck könnte nicht abgebaut werden, wenn nicht das gesamte HZ Volumen aufgenommen werden könnte. ”

Mein Fazit daraus: Demnach kann es auch nicht zu einem Totalausfall eines Bremskreises fĂĽhren, wenn mal ein Ventil nicht schliesst. Eventuell regelt das ABS bei der falschen Kombination Motorad/ABS etwas anders und schlimmstenfalls regelt es gar nicht, aber die Bremse bremst.

 

ABS II interne Codierung ändern
Zusätzlich zur modellabhängigen externen Codierung über die Masseleitungen sind die einzelnen ABS-Einheiten intern codiert. Wenn eine gebrauchte Einheit in ein anderes Fahrzeugmodell gebaut wird, kann die interne Codierung falsch sein und sich nicht durch einen einfachen Reset beheben lassen. Als Fehlercode wird sofort nach dem Einschalten der Zündung „Code 8“ angezeigt, die ABS-Lampen blinken abwechselnd.

Man kann das mit dem BMW-Diagnosecomputer wie folgt ändern:
Mit „Geführte Diagnose, ABS II Toolbox“ wird sich der Fehler „falsche Codierung“ ergeben.
Wenn man im MenĂĽ dazu aufgefordert wird, ZĂĽndung einschalten.

Auswahlmöglichkeiten:
1) die externe Codierung (MasseanschlĂĽsse, Kabelbaum) prĂĽfen oder
2) die interne Codierung der Einheit prĂĽfen.

Bei 2) zeigt das Diagnosegerät die aktuelle Codierung in Form des Motorradmodells an, z.B. „Modell R1150 R / R 850 R“ oder so ähnlich.
Dann wird man gefragt ob man umcodieren möchte. OK auswählen. Nach erfolgter Umcodierung (dauert nur etwa 1 Sekunde) Zündung aus und fertig.

Im Zweifelsfall den Fehlerspeicher löschen und das ganze nochmal wiederholen.

Die Kommunikation mit dem Diagnosegerät erfolgt nur über den 3-poligen Diagnosestecker. Was da genau über die Leitung geht weiss vermutlich keine BMW-Werkstatt der Welt. Das verwendete Diagnosegerät ist ein GT1 von Siemens. Hier noch ein paar Infos zu dem Teil:

 


BMW group tester one (GT1) is offered to the aftermarket in the same specification that is currently supplied to BMW franchised dealers. It is special-purpose tool of BMW Series.

Gt1 is supplied with a Pentium based laptop PC on a Windows platform connected to a high specification communications and measurement interface.

GT1 can complete coverage of ALL BMW systems. One thing that can only be done using the GT1, this function is called Electronic Control Unit (ECU) programming and configuration. Many of the original electronic systems on modern vehicles can now be re programmed using software; historically any changes to rectify software problems would involve a new ECU which would be purchased from the parts department and that is the only way that the independent market today is able to overcome these problems. The BMW GT1 system allows you re programme all BMW car ECU’s to fix software or to install a blank ECU to a repaired vehicle.

Test functions:
Read faulty code ,clear faulty code ,data stream .activate state,programming ,component test ,maintenance data information ,components location ,wiring diagram etc…,TIS AND DIS ARE SUPPLY all of system diagram of all of BMW car, Components location, maintainence method and coding information etc.

direkter Link zu diesem Artikel: http://www.asiabike.de//2014/mal-wieder-das-abs/

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Ein Wochenende in Italien

Eine schöne Tour für ein langes Wochenende mit 4 Tagen. Anreise 559 km vorbei am Rheinfall in Schaffhausen,über den Julierpass und den Malojapass. Hinter den Alpen spürt man schon das Mittelmeerklima, es riecht überall nach Kräutern. Unsere Basis für die nächsten beiden Tage ist das Campeggio Rivabella in Lecco. Sehr schöner Zeltplatz direkt am Wasser und wir können zu Fuss in die Stadt gehen. Am zweiten Tag unternehmen wir eine kleine Rundfahrt um einen Teil des Sees bis Varenna und mit der Fähre rüber nach Bellagio. Zwei hübsche kleine Orte die zum Verweilen einladen.

Die RĂĽckfahrt geht ĂĽber den SplĂĽgenpass, ein weiteres Highlight der Tour. Oben im See treiben noch die Eisschollen und es weht ein kĂĽhler Wind.

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back home – Fazit

Ich bin wieder zu Hause. Nun wird es am Ende einer solchen Reise Zeit fĂĽr ein kleines Fazit, beginnend mit ein paar hard facts:

Reisezeit: 4 Monate, Mai – August 2013

gefahrene Strecke: ca. 22.000 km

Benzinverbrauch BMW: 1105 Liter bei 65 Tankstops, Durchschnittsverbrauch 4,9 Liter / 100 km

höchster Benzinpreis: Türkei, 1,98 Euro / Liter

niedrigster Benzinpreis: Iran, 0,16 Euro / Liter

Ă–lverbrauch: ca. 2,5 Liter, kein Ă–lwechsel unterwegs

Kosten der Reise: ca. 4.700,- Euro (ohne AusrĂĽstung, inkl. 1.090,- Euro fĂĽr Benzin)

Kosten zus. Krankenversicherung: 276,- Euro

Kosten Carnet des Passages: 195,- Euro

Pannen / Schäden: linker Koffer etwas verbeult und linker Blinker beschädigt (Erinnerung an Schlammpiste in Albanien), Handbremshebel in Istanbul ausgetauscht, beide Lampen Zusatzscheinwerfer in Georgien ersetzt, Hinterreifen auf der Krim geflickt (Nagel drin)

Reifen: Wechsel in Istanbul. Heidenau K60 Scout von Istanbul bis zum Schluss gefahren (ĂĽber 19.000 km) und noch ok., seit der Krim mit Flicken.

Route: 18 Länder (Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland, Türkei, Iran, Aserbaidschan, Georgien, Armenien, Nagorni-Karabach, Russland, Ukraine, Polen, Slowakei, Tschechien).

Die einzelnen Abschnitte unserer Tour gibt es hier auf zoombaren Karten.

Wir haben das Beste aus der problematischen Situation in Pakistan gemacht. Auch im Nachhinein war unsere Entscheidung richtig, nicht weiter durch Pakistan und Indien zu fahren. Ramadan, Polizeieskorten, Temperaturen von 45 Grad und nach wie vor das Risiko von Attentaten reduzieren den Spass erheblich. Der Karakoram Highway und die Berge drumherum laufen nicht weg, wir kommen wieder!

Visa: 3 Visa (Iran, Aserbaidschan, Russland), für alle anderen Länder ist kein Visum erforderlich oder man bekommt es an der Grenze. Weitere Infos gibt es hier.

Team: tolle, ganz unterschiedliche Tourpartner, wir hatten zusammen viel Spass und waren ein gutes Team.

Leute: viele kurze, aber schöne Begegnungen beim Tanken, in Restaurants und Hotels, auf Campingplätzen, einfach so auf der Strasse, bei einer Einladung zum Tee oder der freundliche Gruss aus dem fahrenden Auto (welcome to Iran…) Viele hilfsbereite Leute, wenn wir irgendwas gesucht haben, last but not least die grenzenlose Gastfreundschaft der Iraner.

Ebenso viele nette Bekanntschaften, von denen einige sicherlich auch bleiben. Motorradfahrer und andere Reisende unterwegs, Hostel-Personal, Familien, bei denen wir eingeladen waren und teilweise auch gewohnt haben, Leute, die wir in fremden Städten kennenlernten und mit denen wir eine gute Zeit hatten, oder die uns einfach nur den Weg zeigten. Siehe auch die Fotocollage unter Faces.

Fazit: Aufwand und Kosten für eine solche Reise lohnen sich auf jeden Fall. Für mich war es die erste längere Motorradreise und auf der Rückreise habe ich viele neue Länder kennengelernt. Das Highlight der Tour war ohne Zweifel unsere Zeit im Iran (mehr als 1 Monat), wo wir auch das Geschehen rund um die Wahlen in der islamischen Republik beobachten konnten. Gut war, dass wir nicht NUR Motorrad gefahren sind, sondern auch Zeit hatten, mal ein Tage wo zu bleiben, wo es uns gut gefallen hat. Es wird sicherlich Fortsetzungen dieser Tour geben, Ziele stehen noch nicht fest, Ideen gibt es genug :)

Weitere facts in Kurzform gibt es auf der Seite Länder-Logbuch


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Durch Slowakei und Tschechien nach Hause

Krakau war die letzte neue Stadt auf dieser Tour, an jetzt beginnt praktisch die Heimreise. Der RĂĽckweg um das schwarze Meer war wirklich interessant und wir haben viele spannende Dinge erlebt.

Ich verlasse Krakau Richtung Süden, vorbei an Zakopane überquere ich die Grenze in die Slowakei. Dazu muss ich nicht einmal anhalten. Ich tanke in Zdiar und fahre dann die obere Strasse an der hohen Tatra entlang. Hier in den Bergen ist es ziemlich frisch, das Thermometer fällt bis auf 12 Grad. Als es wieder abwärts geht nach Liptovsky Mikulas kommt auch die Sonne wieder und es wird wärmer. Ich bleibe eine Nacht auf dem tollen Campingplatz am See (Maracamping) und geniesse nochmal das schöne Wetter mit Bergpanorama.

Der nächste Tag ist nochmal viel Motorradfahren, ĂĽber 570 km Landstrasse bis nach Pilsen. Dort komme ich gegen 18 Uhr an und ĂĽbernachte auf dem Campingplatz, wieder an einem kleinen See gelegen. Von dort kann man prima mit der Tram in die Stadt fahren. Abendessen wieder bei U Mansfelda mit leckerem Pilsener Urquell. Auf dem Campingplatz lerne ich Uwe und seinen Freund kennen. Uwe ist auch mit dem Motorrad aus Dresden unterwegs, nur ĂĽbers Wochenende. Am nächsten Morgen fahren wir zum FrĂĽhstĂĽck in die Stadt, ich komme erst um halb zwei wieder los…

Die restlichen 400 km bis Stuttgart sind Standardstrecke, gegen 20 Uhr bin ich wieder zuhause und kann meine Viktoria in die Arme nehmen :)

Dieser Blog wird natĂĽrlich fortgesetzt mit weiteren Abenteuern. In KĂĽrze folgt noch eine Auswertung dieser Asientour mit ein paar Facts und Zahlen.

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Krakau

Während Derek und Marco sich in Lviv um eine neue Kette kümmern, fahre ich schon mal vor nach Polen zu unserem letzten gemeinsamen Ziel Krakau. Das von mir ausgesuchte Hostel hatte mir geschrieben, dass sie ausgebucht sind, also habe ich ein Bett im Deco Hostel gebucht, was sich als gute Wahl herausstellte. Nettes Personal und ein ganzes 4-Bett Zimmer für mich allein. Die Motorräder parken direkt vor der Tür und Frühstück gibt es auch.

Krakau stellt sich als sehr touristisch raus, aber das war zu erwarten in dieser Jahreszeit. Dafür gibt es aber jede Menge gute Restaurants und richtig gute Kneipen. Am nächsten Tag mache ich eine lange Tour zu Fuss und hake erstmal die Sehenswürdigkeiten in der Altstadt ab. Das ist in erster Linie rund um den Marktplatz und auf dem Wawel Hill. Danach ziehe ich weiter nach Kazimierz, das jüdische Viertel und über die Fussgängerbrücke nach Podgorze. Hier wandere ich durch die beiden Gettos und besichtige das kleine, aber feine Museum in der Pod Ortem Apotheke. Diese war 24 Stunden geöffnet und ein wichtiger Treffpunkt und Anlaufstelle für die Juden im Getto.

Abends gehen wir alle zusammen essen in einem guten Restaurant in Kazimierz, das wird unser Abschiedsessen. Morgen werde ich in die Slowakei weiterfahren, Marco und Derek wollen das Wochenende in Prag verbringen.

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Lviv

Unser Hostel in Lviv ist nicht gerade der Hit, aber die Lage ist sehr zentral und wir können die Bikes in der grossen Durchfahrt zum Innenhof parken. Dieses ist unser letzter Stop in der Ukraine. Es ist Sonntag abend, das Wetter ist prima und die Stadt ist voller Leben. Auf dem grossen Platz in der Stadtmitte wird auf einer kleinen Bühne Tang getanzt. Alle Strassencafes und Restaurants sind gut besucht. Da die Stadt wesentlich kleiner als Kiev ist, fallen die Touristen hier mehr auf.

Am Montag mache ich einen sehr ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt und besuche auch die Sehenswürdigkeit Nr.1, den alten Friedhof (Lychakivske Cemetery), der auch Père Lachaise von Osteuropa genannt wird. Den Abend verbringe ich mit Derek und Marco, wir gehen Pizza essen und trinken noch das ein oder andere Bier.

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