Über die LGKS ans Mittelmeer

Juli 2016 | Offroadfahren in den Westalpen Nach den ersten Touren von Cuneo aus (siehe voriger Artikel) wollen wir nun die LGKS (Ligurische Grenzkammstrasse) unter die Räder nehmen. Auto, Hänger und mein Zelt bleiben auf dem Campingplatz. Andreas wird das grosse Zelt mitnehmen und über die Strasse zum Mittelmeer fahren, da er offroad noch nicht so sicher ist. Rapha und ich fahren also mit einigermassen leichtem Gepäck los. Außer ein paar Klamotten haben wir Wasser und Werkzeug dabei, man weiß ja nie. Über die Serpentinen fahren wir auf der Nordseite zum Tende rauf. Diese Stecke zweigt etwa 1 km vor dem Tende-Tunnel rechts ab. Am Ende der Serpentinen ist eine Hütte und der Asphalt hört auf. Über einen Schotterweg geht es weiter rauf zum Fort Central, wo wir eine kleine Pause einlegen und das Panorama geniessen. Einige Kurven weiter ist am Skilift ein kleiner Checkpoint, wo wir die 10,00 € Maut abdrücken. Die Strecke ist limitiert auf 80 Autos und 140 Motorräder pro Tag, heute waren schon ca. 25 Motorräder vor uns da. Auf der Strecke verliert sich das, nur ab und zu kommt uns mal jemand entgegen. Von den Zuständen wie manchmal im August sind wir also sehr weit entfernt. Es geht über einen Pass und wir passieren einen grandiosen Felsüberhang. Neben der natürlich nicht gesicherten Piste geht es steil runter, nichts für schwache Nerven. Schon bald erreichen wir eins der Highlights der Strecke, die gemauerte Haarnadelkehre am Col de la Boaire. Die Strecke ist relativ einfach zu befahren, aber man ist ja auch genug mit den Ausblicken beschäftigt. Teilweise geht es durch schattigen Wald, immer wieder vorbei an Aussichtspunkten. Am Ende der LGKS Nord haben wir ca 35 km Schotter gefahren. Wir machen eine kleine Pause unterhalb des Monte Saccarello und ich programmiere die Route für die LGKS Süd. Von hier kann man nach Monesi di Triora abfahren.

Der Südteil der LGKS ist ähnlich lang, aber schwieriger zu fahren. Es gibt einige “teilbefestigte” Stücke, was sich gut anhört, aber in der Praxis gar nicht so toll ist. Zwischen den intakten Stellen klaffen große Schlaglöcher und teilweise ist alles mit grobem Geröll bedeckt, so dass man sich die Spur gut aussuchen muss. Nach einem Abstecher auf den Monte Saccarello folgen wir wieder der Route rauf zum Pas du Tanarel. Der Südteil geht tiefer durch die Berge, teilweise auch durch Wald und es gibt weniger tolle Ausblicke. Die Schotterstrecke endet kurz vor dem Colla di Langan, von wo wir auf direktem Weg nach Ventimiglia weiterfahren. Unterwegs gibts in einem kleinen Strassenrestaurant noch ein großes Bier, was wir uns jetzt verdient haben.

Das Zelt wartet schon aufgebaut auf dem Camping in Latte auf uns. Vor uns liegt ein Pausentag am Mittelmeer. Am Abend des 14.Juli fahren wir über die Grenze rüber nach Frankreich, wo wir in Menton eine gute Zeit mit anschliessendem Feuerwerk haben. Nur wenige Kilometer entfernt in Nizza geschieht der schreckliche Terroranschlag mit dem LkW, bei dem 84 Menschen sterben müssen. Die grausame Nachricht erfahren wir erst später auf dem Campingplatz.

Der Rückweg nach Cuneo führt mich über Breil-sur-Roya, die D91 und weiter über die Baisse Peyrefique zum Fort Central rauf. Dies ist eine alternative Schotterpiste ab Casterino durch die Berge zurück zum Ausgangspunkt der Tour, wo ich die anderen wiedertreffe. Gemeinsam fahren wir nach Cuneo runter, wo unsere 3-Tages Tour zum Mittelmeer zu End geht.


LGKS Infos

Der Nordabschnitt der LGKS startet am Fort Central unweit des Colle di Tenda, wo es von der Anhöhe, auf der das Fort liegt, zunächst den Hang hinunter geht, wo man auf die Piste der Ligurischen Grenzkammstraße trifft. Der “offizielle Einstieg” zweigt allerdings vom Fort aus gesehen hinter dem Hügel, vor dem die Kasernen liegen, von der Nordrampe des Colle di Tenda ab.
Am km 0.8 passiert man den (gesperrten) Abzweig zum Fort Tabourde, danach geht es durch ein Skigebiet aufwärts zu einer namenlosen Scharte. Die Strecken verläuft entlang des Kamms, der sich an der italienisch-französischen Grenze hinzieht, nach Osten.
Die wohl meistfotografierteste Passage an der LGKS, die Kehre am Col de la Boaire erreicht man etwa am km 8.0. Der stark ausgesetzte Bogen ist ein herausragendes Beispiel für die kühne Trassierung des alten Militärsträßchens. Der Pass selbst markiert auch den Übertritt der Strecke auf französisches Territorium.
Hinter dem Col de la Boaire wird der Zustand des Untergrundes schlechter: Auf der auch als »Route Marguareis« bezeichneten Strecke über den Colle Malaberghe bis etwa zum km 14.5, wo sich die Piste in südliche Richtung wendet, herrscht teilweise sehr grober Schotter vor, es gibt viele ausgewaschene Stellen und auch ein paar kleinere Felstreppen.
Etwa bei km 16,0 passiert man den Col des Seigneurs, wo die Straße wieder auf die italienische Seite der Grenze führt . Etwas unterhalb der Scheitelhöhe liegt hier das 2005 neu aufgebaute Rifugio Barbera. Der daran anschließende Streckenabschnitt, der teilweise aus dem Felsen herausgeschlagen wurde und unter dem Überhang verläuft, umgeht in einer weiten Kehre die Cima di Pèrtega. Nachdem man den Colle delle Vecchie (km 20,3) tangiert hat, verändert sich die bis dahin baumlosen Hochgebirgslandschaft. Der nun grob in Richtung Südosten verlaufende Weg verläuft durch lichte Lärchenwälder, bis man nach knapp 34 km auf den Abzweig nach Monesi trifft.
Hier kann man sich entscheiden, entweder der LGKS weiter über den Passo di Tanarello zu folgen (Südabschnitt) oder ins Tal abzufahren und z.B. die leichtere Alternativroute über den Colle del Garezzo zu nehmen. Nur einen Katzensprung vom Endpunkt des Tracks entfernt liegen das Erlöserdenkmal und die Kuppe des Monte Saccarello.

Der Südabschnitt der LGKS, der sich zwischen dem Passo di Tanarello und der Colla di Langan erstreckt, unterscheidet sich landschaftlich deutlich vom Nordabschnitt. Im Gegensatz zu den kahlen oder nur grasbewachsenen felsigen Hängen zwischen dem Colle di Tenda und dem Monte Saccarello verläuft das ehemalige Militärsträßchen hier zum großen Teil durch bewaldetes Gelände.
Der Beginn dieses Tracks liegt an der Kreuzung, an der die von Monesi kommende geschotterte Straße auf die eigentliche Ligurische Grenzkammstraße trifft. Hier befindet zweigt auch der Stich zum Monte Saccarello ab. Man hält sich zunächst südlich auf dem bergan führenden Weg und erreicht nach 11 Kehren und etwa 2,5 km den Passo die Tanarello, der mit 2045 m auch der höchste Punkt des Südteils ist. Es folgt der schwierigste Abschnitt, das reichlich 5 km lange Teilstück zwischen dem Passo di Tanarello und dem Passo di Collardente, das in der Vergangenheit auch hin und wieder wegen größerer Rutschungen gesperrt war und an einigen Stellen Felstreppen und groben Schotter aufweist. Am km 7,7 hat man den Passo di Collardente erreicht. Von hier aus kann man über eine nach Osten abzweigend, ca. 5 km lange Verbindungstrecke zum Passo della Guardia auf der italienischen Seite abfahren.
Die Colla di Sanson passiert man bei km 11,5 und hat auch hier wieder die Möglichkeit, entweder über den Col Linaire nach La Brigue in Frankreich oder ostwärts zur italienischen Seite hin nach Verdéggia abzubiegen.
Die LGKS folgt weiter dem Kammverlauf in grob südsüdwestlicher Richtung. Etwa bei km 15 passiert man einen nach Westen abzweigenden (gesperrten) Stich zu den Überresten der Forts auf den Gipfeln Cime de Marte und Balcon de Marte, bevor man am km 16,4 den Col Bertrand erreicht. Kurz danach folgen einigen Kehren und der Track verläßt den Grenzkamm. Am Colle Melosa (km 21,8) trifft man wieder auf die Spuren der Zivilisation: Der Schotter endet hier und etwa bei km 28,1 trifft man an der Colla di Langan auf die nach Pigna bzw. Triora führende SP 65.

Achtung: Die LGKS Nord soll montags /und dienstags für Motorfahrzeuge gesperrt sein!

Quelle: alpenrouten.de

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Maira Stura und Varaita Maira

Juli 2016 | Offroadfahren in den Westalpen Auf zur zweiten richtigen Tour mit meiner Susi. Zusammen mit Rapha und Andreas geht es mit Motorradanhänger zunächst durch die Schweiz nach Italien. Beide fahren eine BMW F 800 GS, also ein paar Kilo mehr als ich durch die Gegend. Auf meinem Training in Hechlingen habe ich die 800 GS aber als sehr wendiges und leichtgängiges Motorrad kennengelernt. Als Ziel und Basislager haben wir Cuneo gewählt, um von dort aus ein paar schöne Strecken im südlichen Teil der Seealpen anzugehen. Auf dem Campeggio Bisalta haben wir einen schönen, großen Platz unter Bäumen, wo Motorräder, Auto mit Anhänger und zwei Zelte unser Camp bilden. Zu unserer Verwunderung kommt später am Montag nur ein weiterer Biker hinzu, ansonsten sehen wir auf dem Platz keine Motorräder.

Am ersten Tag wollen wir mit einer einfachen Strecke anfangen, wir wählen die Maira Stura Kammstrasse. In Demonte kann man noch einmal tanken, bevor es dann durch das Tal der Arma auf einer langen Rampe über ein kleines Strässchen nach oben geht. Ab Valcavera geht es dann über Schotter weiter (Streckenbeschreibung siehe Box). Nach einer schönen Schotterrunde mit herrlichen Ausblicken fahren wir über den Colle del Preit nach Marmora runter, wo wir Mittagspause machen. Von dort aus geht es über Tolosano und Reccia zurück. Rechts an der Strecke liegt noch ein wunderschöner See, den wir natürlich für eine kleine Erfrischung nicht auslassen. Der Weg dorthin ist eine kleine Extraprüfung für meine Kleine. Ich schaffe es über Wurzeln, Steine und kleine Stege ein Stück weit, muss dann aber doch den Rest laufen. Abends im Camp treffen wir Sascha, mit ihm zusammen wollen wir den nächsten Tag die Varaita Maira fahren.

Da meine Susi ein ausgesprochener Morgenmuffel ist, muss Raphas Auto wieder den nötigen Saft für den Anlasser liefern. Es war wohl doch der Spannungswandler vom Navi, der die Batterie leergesaugt hat. Wird demnächst an Plus Zündung angeschlossen. Bereits auf dem Weg zum Startpunkt der Varaita Maira geraten wir in einen heftigen Gewitterschauer. Wir stellen uns eine Weile unter ein Hausdach und schon bald wird es wieder heller. Wir trinken oben neben der Kirche noch einen Kaffee und dann geht es los. Die Schotterpiste führt in einigen Serperntinen den Berg weiter rauf. Die teilweise recht großen Steine sind noch sehr glitschig. Andreas’ GS wird an dieser Stelle von Sascha gefahren, damit er uns nicht schon verlassen muss.

Auf dem Kamm fahren wir durch grosse Wolkenfetzen und haben immer wieder schöne Ausblicke. Wir fahren noch bis zum Endpunkt auf den Colle Bicocca hoch und drehen dann um und fahren nach Süden ins Tal bis Elva. Dort gibts Mittagspause in der Sonne, bevor wir ins Mairatal runterfahren. Von dort fahre ich mit Sascha über Marmora und den Colle del Morti zurück. Damit bin ich dann auch das letze Stück der Maira Stura gefahren, um den Kreis vollständig zu schliessen. Vom Colle Valcavera gehts wieder runter in die Ebene und es wir wieder angenehm warm. Morgen soll das Wetter wieder richtig gut werden, daher werden wir die LGKS bis zum Mittelmeer in Angriff nehmen. Mehr dazu im nächsten Artikel.

Maira Stura Infos

Die Maira-Stura-Kammstraße (MSKS), ein ehemaliges Militärsträßchen, ist eher eine Höhen- als eine Kammstraße. Zwischen dem Colle Valcavera und dem Colle del Preit zieht sich die geschotterte Piste nahezu parallel zum südwestlich gelegenen Valle Stura auf durchschnittlich 2400 m Höhe durch das Gebirge.
Die Strecke beginnt am Colle Valcavera, wo die MSKS von der schmalen asphaltierten Straße abzweigt, die von Demonte über den Colle d’Esischie nach Marmora führt. Der Asphalt endet jedoch nur wenige Meter später und der Weg über den Colle Bandia (km 2,1), den Colle Margherina (km 4,3) und den Colle Cologna (km 7,15) bis zum Colle del Preit (km 14,4) ist komplett geschottert, aber gut zu fahren. Zwischen Colle del Preit und Marmora ist die Straße zwar schmal, aber asphaltiert und in sehr gutem Zustand.
Bei km 1,8 zweigt nach N ein grob geschotterter Weg zum Colle Mulo bzw. zum Colle d’Ancoccia ab, am km 11,4 geht es nach NW weiter zum Passo della Gardetta, allerdings ist diese Strecke seit einiger Zeit gesperrt und in sehr schlechtem Zustand.
Etwas unterhalb des Colle del Preit gibt es eine bewirtschaftete Hütte und eine Wasserstelle. Bei km 23,0 zweigt nach links die Straße zum Colle San Giovanni ab.

Nimmt man kurz vor dem Scheitel des Colle Valcavera den Abzweig nach NO, erreicht man über den Colle dei Morti und den Colle Esischie ebenfalls Marmora. Diese Strecke ist zwar schmal und nicht randgesichert, aber komplett asphaltiert und in recht gutem Zustand.
Die asphaltierte SO-Rampe des Passes führt über den Colle di Caccia hinunter ins Sturatal nach Demonte.

Der Colle Margherina liegt an der Maira-Stura-Kammstraße (MSKS) und überquert die Wasserscheide zwischen Maira- und Stura-Tal. Nahe des Scheitels zweigt die schwierige Strecke über den Colle Ancoccia ab, die den eindrucksvollen Rocca la Meja nordöstlich umrundet und am Colle Bandia wieder auf die MSKS trifft.
Die Fortsetzung der MSKS führt in Richtung Sturatal zum Colle Bandia bzw. Richtung Mairatal zum Colle Cologna.

Achtung: Die MSKS ist an den Wochenenden im Juli / August gesperrt!

Quelle: alpenrouten.de

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Ein Wochenende an der Donau


Als Vorbereitung für unsere Alpentour haben wir mal eine kleine Offroad Tour bei Hermann Motorradreisen gebucht. Andreas und Rapha haben kaum Erfahrung abseits der Strasse und wollen ihre neuen F 800 GS mal ein wenig kennenlernen. Auch mit meiner Susi war ich noch nicht viel im Gelände unterwegs. Am Freitag abend ist die größte Hitze vorbei und wir reisen mit den Mopeds nach Burgheim in Bayern an. Wir haben dort eine nette Unterkunft für die nächsten beiden Tage. Am nächsten Morgen geht es nach einem kurzen Briefing los. Wir sind inklusive Hermann zu zehnt, zwei Mädels sind auch im Team. Hermann kennt die gesamte Gegend wie seine Westentasche und ist mit jedem Gebüsch per du. Angeblich sind die Wege, die wir fahren völlig legal. Teilweise geht es quer über die Wiese oder durch den Wald. Nun gut, bei uns in BW ginge das so leider nicht… Da es eine Einsteiger-Tour ist, wird die Strecke nicht besonders anspruchsvoll. Ab und zu gibt es einen kleinen Stop und Hermann sagt: “Wer will,der kann!”. Dann gibt es einen Spielplatz mit Auffahrten oder auch mal eine kleine Runde durch die Sandgrube. Dort haben allerdings die Dickschiffe mit Strassenreifen keine Chance mehr. Mit dem Wetter haben wir richtig Glück, so kommen auch die Strassenreifen ganz gut durch, von einigen kleinen Missgeschicken mal abgesehen. Wie Andreas die GS rückwärts in den Graben “geparkt” hat, hat keiner wirklich verstanden. Plötzlich war er vom Radar verschwunden…

Mittags gibt es immer eine längere Pause mit Einkehr. Die DRZ hat sich sehr gut bewährt. Mit der Lenkererhöhung fährt es sich jetzt deutlich bequemer im Stehen. Nur an die Geräusche der Kette muss ich mich noch gewöhnen, das gibt es beim Kardan so nicht. :)


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Travel Event im Schwarzwald

Das Touratech Travel Event 2016 stand ganz im Zeichen von Fernweh und Abenteuer. Trotz der schlechten Wetterprognosen, die gottseidank nicht zutrafen, genossen insgesamt rund 12.000 Besucher ein Programm, das informierte, inspirierte und zum Motorradfahren on- und offroad einlud. 70 Aussteller verwandelten das Touratech-Gelände in eine einzige Festmeile. Mit BMW, Ducati, Honda, KTM, Suzuki, Triumph und Yamaha waren alle großen Motorradhersteller vertreten und größtenteils mit ihren imposanten Showtrucks angereist. Die Möglichkeit, ganz unterschiedliche Bikes an einem Wochenende Probe zu fahren, wurde reichlich genutzt.

Wer lieber auf dem eigenen Motorrad saß, hatte dazu bei den geführten Touren, Ausfahrten und Trainings Gelegenheit. Die meisten Angebote waren im Handumdrehen ausgebucht: Für die 760 freien Plätze gab es über 1000 Online-Voranmeldungen. 60 Guides waren bei den 82 Touren im Einsatz, verrieten ihre Hausstrecken und gaben Insidertipps. Die Teilnehmer konnten herausfinden, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, Hexen und Waldgeistern nachspüren oder einen „Kurven-Tsunami“ erleben. Besondere Schmankerl waren die Black-Forest-Whiskey-Tour, die bereits nach einer Stunde voll belegt war, und die Überraschungstour „Girls only“.

Hoch im Kurs standen alle Aktivitäten, die den Fahrern die willkommene Gelegenheit boten, ihr Bike einmal ganz legal im Gelände zu bewegen. Auf Strecken, die normalerweise strikt verboten sind, konnte man „Schwarzwald pur“ mit Sondergenehmigung erleben. Als Abenteuerspielplatz für Reiseenduristen entpuppte sich der neue Offraod-Park „Ultraterrain“ in Geisingen – anspruchsvolle Waldpassagen, Wasserdurchfahrten und künstliche Hindernisse inklusive. Soweit die Zusammenfassung von Touratech.

Für mich bedeutete das Travel Event dieses Jahr das Wiedersehen mit vielen Freunden. Am Freitag war ich 2 Stunden im Ultraterrain Offroadpark Geisingen mit der kleinen Suzuki unterwegs. Dieser wird im Endurobereich von Malelobo betrieben und es wird in Zukunft nur Trainings dort geben. Das freie Fahren scheitert wahrscheinlich an Lärmklagen der Anwohner, und das bevor es überhaupt richtig losgeht.

Samstag und Sonntag war ich mit der GS dort und wir haben auf dem Zeltplatz mit hunderten anderer GSen und Zelten und noch mehr Motorradfahrern übernachtet. Der Diavortrag von Michael Martin sowie der Film “United People of Adventure” waren Highlights auf der Leinwand. Bei letzterem ging es natürlich in erster Linie um Marketing. Ob es Sinn macht, mit extrem schwerem Gerät solche extremen Dchungel- und Matschpisten zu fahren, ist eine andere Frage. Die Bilder und Kommentare der Einheimischen sprachen da für sich.

Ich habe die neue Africa Twin probegefahren und fühlte mich auf Anhieb darauf wohl. Das DCT machte nicht immer, was ich erwartet hätte, ist aber eine interessante Alternative zur klassischen Schaltung. Auch die Probefahrt mit der Super Téneré ZE war ok, aber hat mich trotz mehr Power nicht ganz so begeistert.

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Frühlingsausflug ins Socatal (Slowenien)

Das lange Wochenende an Christi Himmelfahrt ist perfekt für eine kleine Tour, und das Wetter spielt genial mit. Über den Brenner geht es über Italien und Österreich nach Slowenien. Wir fahren die gut 660 km an einem Tag und nehmen dabei wieder die schöne Strecke durch das Lesachtal nach Osten. Als wir die tolle Strecke am Mangart vorbeifahren ist es bereits dunkel.

Im Camp Soca treffen wir auf eine Gruppe von Freunden aus Bayern, die dort zum Kajakfahren sind. Wir geniessen Sonne, türkisfarbenes Wasser und Berge. Abends wärmt das Lagerfeuer und wir grillen. Die Gegend ist perfekt für fast alle erdenklichen Outdoorsportarten. Am Freitag wandern wir mit einer kleinen Gruppe an der Soca entlang, während die anderen sich durch die Stromschnellen kämpfen.

Der Rückweg führt uns am Samstag und Sonntag zunächst über die Großglockner Hochalpenstrasse, die einen Tag zuvor aufgemacht hat. Eine traumhafte Strecke, die wir fast für uns allein haben. Links und rechts der Strasse liegt noch meterhoch der Schnee und wir fühlen uns wie im Skiurlaub.

Während ich am Anfang der Strecke auf Andreas warte, treffe ich Ruppert aus Altötting, der auch mit seiner Q unterwegs ist. Wir fahren die Strecke zusammen und machen noch einen kurzen Stop auf der Edelweiss-Spitze. Von dort ist auch das Titelfoto oben.

Wir übernachten in Kirchberg in Tirol und am Sonntag geht es eine schöne Strecke durch Oberbayern und Allgäu zurück nach Hause. Die kleinen Strassen entlang der Iller sind angenehm zu fahren und von Ulm geht’s dann über die B10 weiter.

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Ein neues Spielzeug für 2016

So, seit einer Woche steht sie nun in der Garage, meine DR-Z400 mit weniger als 9000 km auf der Uhr. Keine Sorge, die Q steht natürlich auch noch da und sie wird mit mir bzw. uns weiterhin tolle Touren machen. Aber fürs etwas heftigere Gelände ist das Eisenschwein doch etwas schwer und ich möchte einfach mal was Neues ausprobieren. Stichwort: Endurowandern. Mögliche Ziele habe ich bereits genug vor Augen. Meistens kommt die Suzi dann wohl auf den Hänger, denn auf der Autobahn macht es nicht wirklich Spass damit. Dafür im Gelände umso mehr, bin schon auf die ersten Testfahrten gespannt.

Warum gerade die DR-Z? Nach einiger Recherche habe ich mich gegen die DR 350 (zu alt, zu wenig Power) und gegen die DR 650 (auch alt, reparaturanfällig) entschieden. Die KTM 690 R ist mir zu agressiv und die reinen Wettbewerbsenduros brauchen alle paar Stunden eine Wartung.

Jetzt kommt evtl. noch ein richtiger Motorschutz dran und Case Saver können auch nicht schaden. Eventuell noch ein grösserer Tank und dann kanns losgehen. Bei der Ausrüstung sind Endurostiefel geplant und ein anderer Helm muss her. Dafür ist ja jetzt im Winter genug Zeit…

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Rumänien – Teil 3

Von Sighisoara aus fahren wir weiter durch bergige, abwechslungsreiche Landschaft nach Nordosten über Georgheni zum Lacul Rosso. Hier gibts nur einen kurzen Stop und dann geht’s weiter durch die Bicaz-Schlucht. Am Startpunkt eines versteckten Trecking-Wegs folgen wir diesem ein wenig zu Fuß und entdecken eine schöne Hängebrücke. Danach wird die Landschaft wieder etwas weitläufiger und die Hitze größer. Wir schaffen es heute noch bis Vatra Dornei, einer Stadt im Dornröschenschlaf. Ein altes Spielcasino in einem verfallenden Prunkbau wartet hinter Holzbretten schon seit vielen Jahren auf einen Investor. Hier fühlt man noch den Sozialismus, wenn man auf der Kurpromenade entlangläuft. Wir übernachten endlich mal wieder auf einem Campingplatz. 22 Lei für 2 Personen sind etwas mehr als 4 Euro, das ist ein guter Preis. Von hier haben wir morgen einen guten Ausgangspunkt für die Entdeckung der Maramures Region.

Bevor es am nächsten Morgen weitergeht, gönnen wir uns noch ein Luxusfrühstück in einem Cafe. Die Route führt uns dann auf einer nicht ganz so glatten Asphaltdecke über den Prislov-Pass. Um die Mittagszeit sind wir in Viseu de Sus und schaun bei der Wassertalbahn vorbei. Ein paar alte Dampfloks stehen hier, Personenwagen und Holzwägelchen. Gerade als wir weiterfahren wollen, kommt der Touri-Zug im Bahnhof eingelaufen und es wird sehr lebendig hier.

Wir nehmen die Route durchs Iza-Tal weiter Richtung Westen. Heute viele kleine Strassen und noch kleinere Dörfer. Die Häuser haben an der Strasse oft riesige Holzportale mit vielen kunstvollen Schnitzereien. In Barzana biegen wir rechts ab auf den Pasul Bocicoel. Auf der Passhöhe kann man links und rechts auf dem Grat weiterfahren und kommt zu prima Plätzen fürs Wildcampen mit Aussicht. Aber wir müssen heute noch weiter. Kurze Pause am “fröhlichen Friedhof” in Sapanta. Hier ist echt die Hölle los. Ob die Toten das auch zu schätzen wüssten? Hier treffen wir zum vierten Mal die drei Biker aus Tschechien wieder und halten einen kleinen Plausch mit den netten Jungs. In der Nähe von Calinesti-Oas finden wir am Abend eine schöne Wiese zum Campen, weit und breit gibt’s hier nichts außer Schafen und ein paar Schafhirten.

Übernachtungen und Tanken

alle Angaben für 2 Personen
Gasthof Steirerhof Villach, Österreich (72 € incl. Frühstück)
Camping Fonyod Balaton, Ungarn (10 €)
Campinghütte in Timisoara (22 €)
Pension in Voineasa (18 €)
Pension Ela in Sibiu (30 €)
Hotel Duet in Pitesti (23 € incl. Frühstück)
Pension Gia in Sighisoara (22 €)
Camping in Vatra Dornei (5 €)
Wildcampen bei Negresti-Oas (0 € incl. Schafherde)
Camping Hello Hallo in Erdotarcsa, Ungarn (10 €)
Camping in Breitenbrunn, Österreich (18 €)
Camping in Salzburg, Österreich (28 € !)

gefahrene Gesamtstecke: 4970 km
Benzin getankt: 239 Liter
Ausgaben Benzin: 289 €

Heute fällt das Frühstück aus und es gibt ein frühes Mittagessen in Satu Mare, bevor wir die Grenze zu Ungarn überqueren. Ab Debrecen lassen wir heute das Navi die Route planen und es geht über Landstrassen quer durch die Pußta bis kurz vor Budapest. Hier finden wir einen Campingplatz bei einer ausgewanderten holländischen Familie.

Die weitere Heimfahrt führt uns dann über Budapest (kurzer Stop an der Kettenbrücke) und Salzburg (Camping) wieder ohne Autobahn zurück nach Stuttgart.


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Rumänien – Teil2

Laut Sattelitenbild soll das Tief sich nun endlich verlagern und Platz für besseres Wetter machen. Das wäre auch nicht schlecht, heute geht es von Pitesti nörlich über die Transfagaras weiter, angeblich ein Highlight jeder Rumänienreise. Nach dem Frühstück im Hotel ist es wirklich schon wärmer und ein paar blaue Lücken zeigen sich am Himmel. Langsam aber sicher gewinnen wir an Höhe, aber der spannende Teil kommt erst später. Ab dem Vidrau Staudamm geht es langsam los und kurz vor dem Pass gibts dann endlich schöne Kurven. Die Nordseite ist noch spektakulärer, aber dort hängt noch dichter Nebel fest. Hat auch seinen Reiz. Am Parkplatz zum Lacul Rosso herrscht ziemlicher Rummel (heute ist Sonntag), und man sieht sowieso nicht viel. Weiter. Unten angekommen, machen wir Pause an einem Fluss. Hier ist es wieder schön warm und wir geniessen die Sonne.

Auf dem Weg nach Agnita über kleine Nebenstrassen und Feldwege müssen wir zunächst einen Fluss per Fähre überqueren. 10 LEI scheint der Standardpreis zu sein. Dafür werden wir mit Muskelkraft über den Fluss gezogen. Weiter geht es sehr entspannt durch viele kleine Dörfer in einer hügeligen Landschaft.

Wir erreichen Sighisoara und haben nach der Unterkunftssuche noch genügend Zeit, die mittelalterliche Stadt mit ihren bunten Häusern und Festungen zu erkunden. Anschliessend gibts leckeres Essen im Hotel “Zur Post”.

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Rumänien – Teil 1

Und auf zur nächsten Tour, diesmal zwei Wochen nach Rumänien. Die An- und Rückreise erfolgt diesmal mit dem Motorrad, was zusammen schon 5-6 Tage benötigt. Aber wir haben uns eine schöne Route durch die Alpen ausgesucht und – der Weg ist das Ziel!

Nach dem Brenner weiter durchs Lesachtal und Gailtal. Erste Übernachtung in Villach in einem gemütlichen Gasthaus. Die zweite Hälfte des Tages ist leider ein wenig verregnet, aber am nächsten Tag sieht es schon besser aus. Wir zelten in einem kleinen Ort direkt am Südufer des Balaton. Am dritten Tag fahren wir weiter nach Timisoara in Rumänien. Direkt hinter der ungarischen Grenze zeigt das Navi mit open street map Karte, was es kann und lotst uns über einen kleinen Schotterweg zu einer winzigen Fähre über den Mures. Die Seilfähre wird nur von der Strömung angetriebn und benötigt entsprechend lange. Die Auf- und Abfahrt erfolgt über eine kleine Holzplanke, da freut sich der Endurist…

Nachts in Timisoara regnet es wieder heftig. Gut, dass wir auf dem Campingplatz eine Hütte genommen haben.

Am nächsten Morgen geht es nach kurzer Stadtbesichtigung weiter in Richtung Karpaten. Auf einer kleinen Strasse (die 7A) mit vielen Schlaglöchern und Baustellen geht es von Petrosani rauf in die Berge. Wir queren die Transalpina und übernachten in einer Pension im kleinen Dorf Voineasa. Und wieder regnet es in der Nacht, vorher sind wir schon in den Wolken unterwegs gewesen.

Die nächste kurze Etappe führt uns nach Sibiu, wo wir einen halben Tag verbringen und in der Pension Ela übernachten. Sibiu ist eine absolut sehenswerte Stadt mit vielen guten Restaurants und Cafes.

Am Abend gehen wir noch lecker im “Weinkeller” essen, sehr zu empfehlen.

Samstag, 22.8.
Es ist immer noch bewölkt und es regnet morgens noch ein paar Tropfen. Wir nehmen Kurs auf die Transfagarasan, aber schon bald, weit vor dem Gipfel, ist Schluss. Heute ist die Strecke wegen der Sibiu Rallye gesperrt. Also wieder runter und weiter nach Osten nach Brasov, wo wir eine ausgiebige Mittagspause mit Stadtbesichtigung machen. Wenigstens ist es hier trocken und einigermassen warm, aber bei der Weiterfahrt übeer den Bran-Pass hat uns der Regen wieder. Egal, die Strecke ist wirklich ein Traum und auch die tief hängenden Wolken haben was… In dem langen Tal hinter Campulung fahren wir durch viele kleine Dörfer. Hier ist die Zeit wirklich stehengeblieben. Alte Leute sitzen vor ihren Häusern, Pferdefuhrwerke fahren Heu mit Familien obendrauf, Kuh- und Schafherden flanieren auf der Strasse. Zwischendurch immer wieder fehlender Asphalt, Matsch und Schlaglöcher.

In Pitesti finden wir im Hotel Duet für 100 Lei ein schönes Zimmer mit Frühstück. In der Fussgängerzone der Dacia-Stadt gibt es sogar eine Musical Fountain und endlich ein kühles Bier. Morgen wollen wir dann die Berge von Süden her überqueren und dann irgendwie weiter nach Sighisoara.

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RDGA – Route des Grandes Alpes


1.Juni – 7.Juni

Dazu muss man eigentlich nicht mehr viel sagen, die meisten von euch sind die Strecke sicher schon einmal gefahren. Eine absolute Traumstrecke durchs Hochgebirge vom Genfer See bis zum Mittelmeer. Viele der Pässe machen erst Anfang Juni auf, einige sogar noch später. Wir hatten mit dem Wetter riesiges Glück. Es war meistens sehr warm und nur der Iseran hatte noch Wintersperre. Aber der Reihe nach.

Von Stuttgart fahren wir am Montag mit dem Anhänger bis nach Thonon-les-bains am Genfer See. Dort gibts abends ein echt heftiges Gewitter, aber am nächsten Morgen ist alles wieder gut. In den Tälern dampft noch der Nebel über dem nassen Asphalt, aber bald geht’s schon über die ersten kleinen Pässe. Als Alternative zum Iseran fahren wir über den Col de la Madelaine, ein absolutes Sahnestück und immerhin fast 2000 Meter hoch. Danach gehts noch weiter bis zum kleinen Skiort Valloire, wo wir in der Abendsonne unsere Zelte aufbauen.

Im einzigen geöffneten Hotel bekommen wir abends noch ein leckeres Essen, aber wir sind in einer Geisterstadt. Egal, am nächsten Morgen wartet erstmal der Galibier auf uns. Da oben noch Schneemassen liegen, nehmen wir den Gipfeltunnel auf die andere Seite. Von dort gibts eine unendlich lange Abfahrt bis nach Briancon, Mittagspause. Während Andreas seinen Kaffee trinkt, schlendere ich über den sehr schönen Markt und schau mir die Altstadt an. Hier unten im Tal ist es richtig heiß jetzt, die Sonne brennt gnadenlos vom fast blauen Himmel. Nach dem Tanken geht es nun weiter über den Izoard und den Col de Vars. Dann weichen wir von der Standardroute ab und fahren die Schleife über den Col de la Bonette, mit 2715 m einer der höchsten Strassenpässe der Alpen. Der Pass liegt südöstlich von Barcelonette. Nach einer grandiosen Auffahrt stehen wir recht plötzlich mit einigen anderen Bikern vor einer recht massiven Schneewand. Hier wäre die Auffahrt für die letzten Meter zur Spitze, der Cime de la Bonette gewesen. Nicht für uns, wir nehmen den shortcut auf die andere Seite und schwingen uns wieder ins Tal hinab.

Da wir schon recht spät dran sind, lassen wir die restlichen Pässe der Seealpen aus und fahren auf direktem Weg durch ein schönes Tal bis nach Nizza, wo wir uns auf einem Campingplatz in Villeneuve-Loubet einquartieren. Wir gehen noch kurz zum Strand und decken uns dann im Supermarkt mit Bier und etwas essbarem ein, das soll für heute genügen. Mittlerweile ist schon Donnerstag und wir haben heute einen Pausentag. Wir mieten uns zwei Mointainbikes und fahren die Küste rauf durch Cagnes-sur-mer bis nach Nizza. Grösstenteils fahren wir über eine tolle Strandpromenade, bei dem perfekten Sommerwetter heute ist das echt genial. In Nizza ein kurzer Sprung ins Meer, Mittagspause (Tipp: Socca essen bei Pipo) und dann weiter bis zum Cap Ferat, das wir ganz umrunden. Wahnsinn, was hier für Villen rumstehen. Auf dem Rückweg bleibt Zeit für ein leckeres Essen in der Altstadt von Nizza und ein wenig Sightseeing.

Freitag geht es nun wieder Richtung Norden. Heute fahren wir getrennt, Treffpunkt ist Gap. Ich nehme die Route über Saint-Paul und den Col de Vence (sehr zu empfehlen). In Castellane zweigt die Strasse zu den Gorges du Verdon ab, dort fahre ich diesmal rive-gauche, also auf der linken Seite. Absolut beeindruckende Landschaft, steht dem Grand Canyon in den USA in nichts nach… Vorbei am Lac de Sainte-Croix fahre ich über Riez nach Digne-les-Bains, wo es über sehr kleine Strässchen und durch wilde Schluchten weitergeht. Ich komme durch Seyne-les-Alpes, das dieses Jahr durch den Germanwings Crash traurige Berühmtheit erlangt hat. Weitere kleine Strässchen führen mich vorbei am Lac de Serre-Poncon nach Gap, wo Andreas auch etwa eine Stunde später eintrifft.


Am Samstag ist die Streckenführung weniger spektakulär, aber immer noch mit schöner Bergkulisse links und rechts der Strasse. Wir fahren wieder einzeln aufgrund unserer verschiedenen Geschwindigkeiten und ich mache heute eine lange Mittagspause in Chambery. Es ist immer noch brutal heiss, so freue ich mich wieder auf den Fahrtwind. Durch den Parc Naturel du Massiv des Bauges fahre ich bis zum schön gelegenen Lac d’Annecy. Das war nochmal ein richtiges Motorrad-Paradies. Die restliche Strecke bis zum Genfer See ist weniger spannend. Überraschung bei der Ankunft: Andreas und ich kommen zufällig innerhalb von einer Minute am Ziel an! Er hat noch die Klamotten an, den Helm in der Hand und seine 650 GS steht vor der Schranke am Campingplatz. Nach dem Bad im See zieht wieder ein schweres Gewitter auf, das kennen wir ja schon hier. Das Licht wird etwas unheimlich mit Farbtönen von dunkelrot bis tiefblau. Am Sonntag geht eine sehr schöne Tour (1.320 km) zu Ende und wir zuckeln mit den Motorrädern auf dem Hänger wieder nach Hause.

alle Pässe der RDGA

Col des Gets (1163 m)
Col de la Colombiere (1613 m)
Col des Aravis (1487 m)
Col des SAisies (1650 m)
Cormet de Roselend (1967 m)
Col de l’Iseran (2764 m)
Col du Telegraphe (1566 m)
Col du Galibier (2645 m)
Col du Lautaret (2058 m)
Col d’Izoard (2360 m)
Col de Vars (2109 m)
Col de la Cayolle (2326 m)
Col de Valberg (1673 m)
Col de la Couillole (1678 m)
Col Saint-Martin (1500 m)
Col de Turini (1607 m)
Col de Castillon (706 m)
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