Ein Wochenende an der Donau


Als Vorbereitung fĂŒr unsere Alpentour haben wir mal eine kleine Offroad Tour bei Hermann Motorradreisen gebucht. Andreas und Rapha haben kaum Erfahrung abseits der Strasse und wollen ihre neuen F 800 GS mal ein wenig kennenlernen. Auch mit meiner Susi war ich noch nicht viel im GelĂ€nde unterwegs. Am Freitag abend ist die grĂ¶ĂŸte Hitze vorbei und wir reisen mit den Mopeds nach Burgheim in Bayern an. Wir haben dort eine nette Unterkunft fĂŒr die nĂ€chsten beiden Tage. Am nĂ€chsten Morgen geht es nach einem kurzen Briefing los. Wir sind inklusive Hermann zu zehnt, zwei MĂ€dels sind auch im Team. Hermann kennt die gesamte Gegend wie seine Westentasche und ist mit jedem GebĂŒsch per du. Angeblich sind die Wege, die wir fahren völlig legal. Teilweise geht es quer ĂŒber die Wiese oder durch den Wald. Nun gut, bei uns in BW ginge das so leider nicht… Da es eine Einsteiger-Tour ist, wird die Strecke nicht besonders anspruchsvoll. Ab und zu gibt es einen kleinen Stop und Hermann sagt: “Wer will,der kann!”. Dann gibt es einen Spielplatz mit Auffahrten oder auch mal eine kleine Runde durch die Sandgrube. Dort haben allerdings die Dickschiffe mit Strassenreifen keine Chance mehr. Mit dem Wetter haben wir richtig GlĂŒck, so kommen auch die Strassenreifen ganz gut durch, von einigen kleinen Missgeschicken mal abgesehen. Wie Andreas die GS rĂŒckwĂ€rts in den Graben “geparkt” hat, hat keiner wirklich verstanden. Plötzlich war er vom Radar verschwunden…

Mittags gibt es immer eine lÀngere Pause mit Einkehr. Die DRZ hat sich sehr gut bewÀhrt. Mit der Lenkererhöhung fÀhrt es sich jetzt deutlich bequemer im Stehen. Nur an die GerÀusche der Kette muss ich mich noch gewöhnen, das gibt es beim Kardan so nicht. :)



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Travel Event im Schwarzwald

Das Touratech Travel Event 2016 stand ganz im Zeichen von Fernweh und Abenteuer. Trotz der schlechten Wetterprognosen, die gottseidank nicht zutrafen, genossen insgesamt rund 12.000 Besucher ein Programm, das informierte, inspirierte und zum Motorradfahren on- und offroad einlud. 70 Aussteller verwandelten das Touratech-GelĂ€nde in eine einzige Festmeile. Mit BMW, Ducati, Honda, KTM, Suzuki, Triumph und Yamaha waren alle großen Motorradhersteller vertreten und grĂ¶ĂŸtenteils mit ihren imposanten Showtrucks angereist. Die Möglichkeit, ganz unterschiedliche Bikes an einem Wochenende Probe zu fahren, wurde reichlich genutzt.

Wer lieber auf dem eigenen Motorrad saß, hatte dazu bei den gefĂŒhrten Touren, Ausfahrten und Trainings Gelegenheit. Die meisten Angebote waren im Handumdrehen ausgebucht: FĂŒr die 760 freien PlĂ€tze gab es ĂŒber 1000 Online-Voranmeldungen. 60 Guides waren bei den 82 Touren im Einsatz, verrieten ihre Hausstrecken und gaben Insidertipps. Die Teilnehmer konnten herausfinden, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, Hexen und Waldgeistern nachspĂŒren oder einen „Kurven-Tsunami“ erleben. Besondere Schmankerl waren die Black-Forest-Whiskey-Tour, die bereits nach einer Stunde voll belegt war, und die Überraschungstour „Girls only“.

Hoch im Kurs standen alle AktivitĂ€ten, die den Fahrern die willkommene Gelegenheit boten, ihr Bike einmal ganz legal im GelĂ€nde zu bewegen. Auf Strecken, die normalerweise strikt verboten sind, konnte man „Schwarzwald pur“ mit Sondergenehmigung erleben. Als Abenteuerspielplatz fĂŒr Reiseenduristen entpuppte sich der neue Offraod-Park „Ultraterrain“ in Geisingen – anspruchsvolle Waldpassagen, Wasserdurchfahrten und kĂŒnstliche Hindernisse inklusive. Soweit die Zusammenfassung von Touratech.

FĂŒr mich bedeutete das Travel Event dieses Jahr das Wiedersehen mit vielen Freunden. Am Freitag war ich 2 Stunden im Ultraterrain Offroadpark Geisingen mit der kleinen Suzuki unterwegs. Dieser wird im Endurobereich von Malelobo betrieben und es wird in Zukunft nur Trainings dort geben. Das freie Fahren scheitert wahrscheinlich an LĂ€rmklagen der Anwohner, und das bevor es ĂŒberhaupt richtig losgeht.

Samstag und Sonntag war ich mit der GS dort und wir haben auf dem Zeltplatz mit hunderten anderer GSen und Zelten und noch mehr Motorradfahrern ĂŒbernachtet. Der Diavortrag von Michael Martin sowie der Film “United People of Adventure” waren Highlights auf der Leinwand. Bei letzterem ging es natĂŒrlich in erster Linie um Marketing. Ob es Sinn macht, mit extrem schwerem GerĂ€t solche extremen Dchungel- und Matschpisten zu fahren, ist eine andere Frage. Die Bilder und Kommentare der Einheimischen sprachen da fĂŒr sich.

Ich habe die neue Africa Twin probegefahren und fĂŒhlte mich auf Anhieb darauf wohl. Das DCT machte nicht immer, was ich erwartet hĂ€tte, ist aber eine interessante Alternative zur klassischen Schaltung. Auch die Probefahrt mit der Super TĂ©nerĂ© ZE war ok, aber hat mich trotz mehr Power nicht ganz so begeistert.