Magisches Montenegro – 5 Tage Endurowandern


Nun ist es Zeit f├╝r die zweite gr├Â├čere Tour mit der Suzi in diesem Jahr. Nach der super Tour in die Pyren├Ąen habe ich Lust auf mehr und m├Âchte den Herbstbeginn nochmal f├╝r eine ├Ąhnliche Tour nutzen. Ich habe etwa 11 Tage Zeit daf├╝r. Ich erinnere mich an die letzte Tour vor zwei Jahren, die mich nach Montenegro und Albanien f├╝hrte. Dort gibt es noch viel zu entdecken und diesmal bin ich etwas besser vorbereitet.
Mit Auto und Anh├Ąnger ist das Ziel entspannt zu erreichen und ich kann mehr Klamotten und Werkzeug etc. mitnehmen. Mein Kombi bietet mir unterwegs auch eine bequeme und sehr flexible ├ťbernachtung bei der Anreise. Ich entschlie├če mich f├╝r die etwas l├Ąngere Strecke “hintenrum” ├╝ber Ungarn und Serbien, weil ich Serbien noch nicht kenne und mal wieder etwas Neues kennenlernen m├Âchte. Bis Wien finde ich auch leicht zwei nette Mitfahrer, so da├č die Zeit wie im Fluge vergeht. Meine Route folgt von Wien weiter der Donau nach Budapest und Novi Sad. Am ersten Tag der Anreise schaffe ich es bis etwa nach Belgrad, wo ich auf einem Rastplatz an der Autobahn ├╝bernachte. Hier gibt es ein Mac Donalds, wo ich mein Fr├╝hst├╝ck mit Kreditkarte zahlen kann und auch kostenloses Wifi habe. Kurz hinter Belgrad verlasse ich die Autobahn sowie die Donau und es geht weiter ├╝ber die gar nicht so schlechten Landstrassen. Ich fahre eine sehr sch├Âne Stecke durch die serbischen Berge ├╝ber Pozega und Uzice. Am sp├Ąten Nachmittag erreiche ich mein Basislager in Kolasin/Montenegro. In der Privatunterkunft war ich schon vor zwei Jahren. Ich kann Auto und Anh├Ąnger wieder im Garten parken und auch f├╝r die n├Ąchsten Tage dort stehen lassen, wenn ich unterwegs bin.

Tag 1

Von Kolasin aus will ich in die von mir geplante Mountainbikerunde einsteigen. Was mit dem Mountainbike geht, sollte auch mit der kleinen Enduro machbar sein, sofern es keine Tragestrecken dabei gibt. Mal sehen… Nach dem Packen der Klamotten aufs Motorrad und in den Rucksack komme ich gegen 10 Uhr endlich los. Zun├Ąchst geht es ├╝ber eine ziemlich verdreckte und schlechte Strasse Richtung S├╝den. Hier baut eine chinesische Baufirma eine neue Strasse samt Br├╝cken. Beim ersten Fotostop nach ca 30 km f├Ąllt mir auf, das hinten am Motorrad irgendwas anders aussieht. Hmm, war da nicht mal ein Kennzeichen dran? Die komplette selbstgebaute Halterung samt R├╝ckstrahler ist weg, shit. Das wird zuhause wieder viel Arbeit. Ich fahre nochmal zur├╝ck in der Hoffnung, das Teil irgendwo zu finden. Fehlanzeige. Bei der Polizei in Kolasin bekomme ich ein sch├Ânes Schreiben, dass ich es offiziell verloren habe und wohl so weiterfahren darf. Also gut, zweiter Versuch, zum kleinen Bergsee direkt an der albanischen Grenze zu gelangen.

Nochmal durch die dreckige Baustelle, aber dann wird es echt sch├Ân, als es durch einen Wald rauf in die Berge des Komovi Gebirges geht. Vorbei am Katun Mokra ├╝ber eine steinige Piste einen Pas rauf und steil wieder runter. Dann sieht man schon den See, wow. Ich verbringe hier ein wenig Zeit und geniesse aus mehreren Perspektiven. Absolute Ruhe hier oben, ich f├╝hle mich wie am Ende der Welt. Oberhalb vom See sind ein paar H├╝tten, die im Sommer bewohnt sind. Jetzt sind nur wenige Menschen hier oben. Beim Weiterfahren winkt mir ein kleiner Junge zu, sonst treffe ich auf der ganzen Strecke niemand. ├ťber die hohen Berge gibt es keinen fahrbaren Weg nach Albanien r├╝ber. Dahinter liegt direkt das Vermosh Tal. Ich hatte den See schon vor zwei Jahren auf der Karte entdeckt und es war klar, dass ich jetzt hier hin muss.

Weiter geht es Richtung Westen, ich habe noch einige Kilometer heute zu machen bis Podgorica. Es folgt eine sehr steinige und kurvige Auffahrt mit vielen tollen Ausblicken. Die Landschaft ├Ąndert sich wieder und nach einiger Zeit gibt es wieder die ersten B├Ąume.

Einige Kilometer vor Podgorica wird das kleine Str├Ąschen etwas breiter und es bietet sich ein guter Ausblick ├╝ber die Ebene mit der Stadt und dem Shkodra Lake. Hier ist es schon wieder richtig warm, aber jetzt geht es ├╝ber eine gut asphaltierte Strasse nochmal ein paar hindert Meter runter bis auf 50 m NN. Ich fahre zu dem mir schon bekannten Hostel in der Altstadt, wo ich das letzte Bett bekomme. Schnell raus aus den Klamotten, es ist wirklich hei├č hier. Ohne den Umweg f├╝r die Nummernschildsuche waren es 100 km heute, davon aber auch einiges ├╝ber Asphalt. Abends kann man noch im T-Shirt drau├čen sitzen und alle scheinen das auch zu tun, in der Stadt ist richtig was los. Am Uhrturm gibt es ein Restaurant (Pod Volat) mit gro├čem Garten, wo ich sehr gut und preiswert esse. Auf der anderen Seite des kleinen Fl├╝sschens Ribnica ist die Neustadt, wo ich in der Kneipenstrasse noch was trinken gehe.

 

 

 

 

 

 

Tag 2

Von Podgorica breche ich fr├╝h auf. F├╝r heute habe ich kein Etappenziel, mal sehen, wie es l├Ąuft. Bis Danilovgrad ist die Strecke flach, von dort f├╝hrt ein kleines Str├Ąschen weit in die Berge rauf. Hier m├Âchte ich wirklich nicht mit dem Mountainbike rauf m├╝ssen. Nach einigen Kilometern h├Ârt der Asphalt auf und es geht durch einen sch├Ânen Wald. Ich komme an einem weiteren Katun und an einem Bergsee vorbei. Die Piste wechselt immer zwischen Stein, Schotter und Gras, alles ganz gut fahrbar.
Weiter f├╝hrt meine Route ├╝ber ein Hochplateau mit sch├Ânen Wiesen. Der Weg geht ├╝ber sanfte H├╝gel auf und ab, hier kann man es richtig gut laufen lassen. Enduro und Fahrer f├╝hlen sich sauwohl hier. Aber irgendwann bekomme ich doch etwas Hunger. Der Blick auf den Tacho sagt mir, dass ich mal ├╝ber Tanken nachdenken sollte. F├╝r den Notfall hab ich noch die 1,5 Liter extra im Gep├Ąck. Der Himmel wird etwas dunkler und ich bekomme ein paar Regentropfen ab. Auf dem Navi sehe ich einen kleinen Ort, das w├Ąre eigentlich ein gutes Etappenziel f├╝r heute. 180 km gr├Â├čtenteils offroad sind dann auch genug. Der Ort heisst Savnik und hat sogar ein Hotel. Eine andere Alternative sehe ich auch nicht, auch mein Abendessen gibts dort, ├╝brigens sehr lecker.
Das Doppelzimmer ist okay und am n├Ąchsten Morgen gibt es noch ein leckeres Fr├╝hst├╝ck. F├╝r 22,00 ÔéČ ist das absolut in Ordnung. Direkt nebenan ist eine kleine Tankstelle, so dass die dritte Etappe nun beginnen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 3

Frisch aufgetankt geht es wieder die Strasse hoch, wo ich gestern die Route verlassen habe. Eine interessante Schotterpiste f├╝hrt oberhalb des sehr tiefen Nevidio Canyons entlang. Dieser kann nur mit Canyoning bezwungen werden. Sp├Ąter sehe ich den Komarnica-Stausee unten im Tal. Ich durchquere das Krnovo Plateau, das ausgedehnteste Grasland Montenegros.

Nach einer weiteren Talquerung mit steinigem Aufstieg gelange ich zum Durmitor Nationalpark. Weiter geht’s auf der S├╝dseite dr Durmitor Rundstrecke durch den Park. Dieser Rundkurs ist mittlerweile komplett asphaltiert und ich treffe hier auf andere Motorradfahrer und Autos. Leider beginnt es hier oben auf knapp 2000 m etwas zu regnen und die Sicht auf die umliegenden Berge ist etwas eingeschr├Ąnkt.

Aber das hat zugleich auch etwas Magisches, wenn pl├Âtzlich ein neuer Felsriese im Nebel auftaucht. Ich lasse mir Zeit, da es zu meinem Etappenziel bis Zabljak nicht mehr so weit ist. Ein etwas erholsamer Tag ist auch mal nicht schlecht. Auf der Ostseite des Parks erreiche ich dann auch schon bald Zabljak, wo ich mir diesmal ein Privatzimmer f├╝r 15 ÔéČ nehme. Den verbleibenden Nachmittag nutze ich f├╝r einen Spaziergang in die Umgebung. Mein Abendessen gibt’s heute wieder in der Krcma Nostalgija, einer Holzh├╝tte, wo ich auch vor 2 Jahren schon lecker gegessen habe.

 

 

 

 

 

 

 

Tag 4

F├╝r den letzten Tag meiner Runde gibt es heute noch ein besonderes Highlight: die Fahrt ├╝ber die Sinjavina Hochebene, umgeben von verschiedenen H├Âhenz├╝gen. Die Route f├╝hrt durch weitgehend menschenleeres Gebiet ohne Mobilfunkempfang. Die mond├Ąhnliche Landschaft wird durch den bew├Âlkten, aber interessanten Himmel noch st├Ąrker betont.

Mehrere Stunden bin ich hier unterwegs und treffe niemanden. Fast niemanden, denn hinter einer Kuppe kommen mir pl├Âtzlich zwei Jungs aus Tschechien auf ihren Quads entgegen. Es sind Vater und Sohn auf einer l├Ąngeren Reise durch den Balkan. Wir tauschen ein paar Travelstories aus und weiter geht’s. Ich komme an einigen verlassenen Katuns vorbei. Hier und da steht ein verfallenes Haus, immer ein gutes Fotomotiv in dieser monotonen, aber doch so faszinierenden Landschaft. Blo├č keine Panne hier, das wird ein weiter Fu├čmarsch!

Nach vielen weiteren Steinpisten, H├Âhenz├╝gen und Schotterabfahrten erreiche ich so eine Art Felsentor. Dahinter ├Ąndert sich die Landschaft schlagartig und es geht in Serpentinen in ein langes Tal runter. Es gibt pl├Âtzlich wieder gro├če B├Ąume und einige Zeit sp├Ąter tauchen erste H├Ąuser auf. Die Strecke wird besser und irgendwann erreiche ich kurz vor Kolasin die Hauptstrasse. Kurze Zeit sp├Ąter ist Suzi wieder aufgetankt und ich sitze im Heck meines Kombis und ziehe mich um. Das ist schon etwas irreal. Gerade noch auf dem Mond gewesen und jetzt gibt es wieder Bier, Benzin, Handyempfang und Wifi. Die n├Ąchste Nacht ist Gartencamping angesagt, ich schlafe komfortabel im Auto.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 5

Es gibt nach der erfolgreichen Vollendung meines Loops noch einen Bonustag. Das Wetter soll noch gut bleiben und ich habe eigentlich auch noch Zeit. Ich beschliesse, eine andere Route von Kolasin aus zu nehmen, die durch den Biogradska Gora Nationalpark f├╝hrt. Daraus k├Ânnte man eine sch├Âne Tour f├╝r 2 Tage basteln. Auto und Anh├Ąnger d├╝rfen noch im Garten bleiben. Nach dem Fr├╝hst├╝ck aus meiner Stammb├Ąckerei Pekara Bambi 5 geht es dann auch gleich los. Von Kolasin f├╝hrt der Weg nach Osten in Richtung Skigebiet Bjelasica. Auch hier wird gebaut. Nur mit etwas M├╝he kann ich einen Bagger passieren, der um sich herum riesige Erdhaufen vermischt mit gro├čen Steinen angeh├Ąuft hat. Das h├Ątte ich mit der BMW nicht geschafft, soviel ist sicher.


Das Schotterstr├Ąschen windet sich hinauf in die Berge, vorbei am Katun Vranjak. Hier bin ich wieder in der hochalpinen Zone mit genialen Ausblicken. Ich biege nicht ab zum Biogradska jezero sondern fahre runter zum Sisko jezero, dort war ich vor zwei Jahren auch schon.

Diesmal geht es weiter Richtung Norden, wieder viele Schotterkurven, W├Ąlder und Grasland. ├ťber Tomasevo geht es in ein Gebiet namens Sokolac. Auf einem Berg mache ich wegen der tollen Aussicht eine Pause und geniesse die Sonne. Die dunklen Wolken sind noch weit weg und werden von mir weitgehend ignoriert. Aber schon bald zieht es weiter zu und ich finde mich unter einem Baum wieder, den heftigen Regen abwartend. Danach hat sich der Schotterweg im Tal in einen Bach mit riesigen Pf├╝tzen verwandelt. Aber aufgrund des steinigen Untergrunds f├Ąhrt es sich hier immer noch ganz gut. Nach Barice gelange ich auf das Kosanica Plateau, von wo es auf der Strasse zur gro├čen Tara Br├╝cke weitergeht. Hier mache ich eine kurze Fotopause und ├╝berlege, wie es weitergehen soll. Bis Zabljak w├Ąre es jetzt nur noch Strasse. Ich entscheide mich aufgrund des wechselhaften Wetters f├╝r die R├╝ckfahrt entlang der Tara nach Kolasin. Mein Sprit m├╝sste gerade noch soweit reichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reise Infos

KOLASIN
Privatunterkunft Lidija Rakocevic www.apartments-rakocevic.me, Tel. +382 67 401 416

PODGORICA
Hostel Montenegro Tel. + 382 69 039 751, e-mail: montenegrohostel@gmail.com, www.montenegrohostel.com
Restaurant Pod Volat 1 Trg Vojvode Be─çira Osmanagi─ça (am Uhrturm), Tel. +382 69 618 633

SAVNIK
Hotel Dokovic Doppelzimmer 22,00 ÔéČ inkl. Fr├╝hst├╝ck

ANREISE
Vignette ├ľsterreich 10 Tage 9,00 ÔéČ, Vignette Ungarn 10 Tage 9,00 ÔéČ, Maut Serbien bis Belgrad ca. 7,00 ÔéČ, Strecke bis Kolasin 1.675 km

In Kolasin nehme ich mir f├╝r die letzte Nacht dort ein Zimmer in einem anderen G├Ąstehaus. F├╝r 22,00 ÔéČ bekomme ich ein Top Zimmer inklusive Super Fr├╝hst├╝ck. Mein Auto kann hier auch im Hof parken, perfekt. Hier treffe ich Christopher und Christian, zwei Biker aus ├ľsterreich. Wir gehen am Abend zusammen essen und erkunden noch die Kneipenwelt von Kolasin. In einem Cafe gibt es Livemusik vom Feinsten, also trinken wir noch das ein oder andere Bier hier.

Am n├Ąchsten Tag geht es ├╝ber Landstrassen durch Serbien zur├╝ck. Fr├╝h morgens ├╝berquere ich die Grenze nach Ungarn an einem kleinen ├ťbergang (ca. 30 Minuten Wartezeit). Nach meinem Fr├╝hst├╝ck in Szeged fahre ich weiter nach Budapest, wo ich noch 2 N├Ąchte bleibe und ins normale Touristenleben eintauche, bevor es wieder zur├╝ck geht. Eine sehr vielseitige Tour mit vielen tollen Erlebnissen!

#Endurowandern #Montenegro


Besuch aus Russland

Diese Woche sind zwei russische Biker bei mir zu Besuch. Kirill und Helen sind auf der R├╝ckreise nach Ischewsk nach ihrer Europatour. Sie machen so eine Art Memorial-Tour f├╝r den russischen Ingenieur Petr Mozharov, der in diesem Jahr 130 Jahre alt geworden w├Ąre. Er hat die ersten Motorr├Ąder der Marke Izh konstruiert, die ab 1929 in der Stahlfabrik in Izhevsk gebaut wurden. Die Tour mit der 1969 gebauten Izh Jupiter-2 mit Seitenwagen f├╝hrte die beiden bis in die Pyren├Ąen. Weitere technische Daten: 350 ccm, ca. 18 PS. Mehr Infos (auf russisch) gibt es hier: vk.com/mozharovmoto

F├╝r ein Fotoshooting im mittelalterlichen Kost├╝m unternehmen wir einen kleinen Ausflug zur Burg Stettenfels. Dabei muss ich mit der GS meine Gashand sehr z├╝geln, da die Jupiter maximal 65 km/h macht, und das auch nur auf gerader Strecke. Beschleunigung ist damit wirklich ein Fremdwort.

Am Abend besuchen wir noch unseren Motorradreise Stammtisch. Diesmal treffen wir uns im Uferst├╝ble in Ludwigsburg. Bei so vielen Reisenden gibt es nat├╝rlich immer reichlich Gespr├Ąchsstoff. Am n├Ąchsten Tag geht die Reise weiter. Es sind von hier noch ca. 3600 km, das sollte in etwa 14 Tagen machbar sein. N├Ąchste Station ist irgendwo in Tschechien. Die genauen ├ťbernachtungsorte entscheidet meist das Motorrad… I wish you a good trip and return home safely!


Endurowandern in den Pyren├Ąen

So, endlich geht es nun los! Mit Auto und Anh├Ąnger mit zwei Enduros drauf geht es durch Frankreich, erstmal bis Toulouse. Hier treffen wir Andreas und Rapha, die schon vorgefahren sind. Wir schaffen es gerade rechtzeitig zum Fussballspiel.
In der N├Ąhe des Campingplatzes gibt es ein zur Fl├╝chtlingsunterkunft umfunktioniertes Hotel, wo wir uns das Spiel anschauen k├Ânnen. Zu der Zeit ist die Fussballwelt noch in Ordnung, Deutschland gewinnt das zweite Vorrundenspiel. Am n├Ąchsten Tag machen wir eine Wanderung in Spanien kurz hinter der Grenze. Es geht zu verschiedenen imposanten Wasserf├Ąllen in einer sehr sch├Ânen Bergwelt. Unser erster Eindruck von den Pyren├Ąen.

Am Sonntag nachmittag erreichen wir dann unser Basislager in Isabena. Genaugenommen hei├čt der Ort La Puebla de Roda, wo wir unsere kleine Holzh├╝tte f├╝r die n├Ąchsten knapp 2 Wochen beziehen. Hier gibt es ein Restaurant, einen gro├čen Swimmingpool und jede Menge andere Motorradfahrer, darunter auch einige Endurofahrer. Rapha leiht sich hier eine 250er Yamaha aus, Andreas und ich nehmen die eigenen Maschinen.

Nach dem Fr├╝hst├╝cksbuffet packen wir unser Zeug f├╝r einige Tage Endurowandern. Wir wollen von Isabena nach Westen in Richtung Atlantik, aber das ist ein weiter Weg. Die von mir geplante Route ist bereits im Navi. Mal sehen, ob wir da auch ├╝berall fahren d├╝rfen. Nach Verabschiedung von den M├Ądels und Besuch bei der Dorftankstelle geht es dann endlich los, es ist schon fast 11 Uhr!

Kurz vor Roda d’Isabena gehts es rechts einen Feldweg rein. Da geht es dann mit einigen Steigungen, Wasser und vielen dicken Steinen gleich richtig zur Sache. Das perfekte Aufw├Ąrmtraining f├╝r den heutigen Tag! Es geht durch ein weites Tal vorbei an vielen verfallenen H├Ąusern. Bis nach Campo brauchen wir l├Ąnger, als gedacht. Dann fahren wir eine tolle Strecke ├╝ber Viu bis Laspuna. Die Highlights der Strecke sind ein Singletrail durch den Bergwald und eine Almwiese, die wir uns w├Ąhrend unserer Pause mit den K├╝hen teilen. Immer wieder gibt es faszinierende Ausblicke in die uns umgebende Bergwelt.

Es folgt eine Badepause im Rio Cinca. Da die Strecke durch die Anisclo Schlucht gesperrt ist, bleiben wir auf dem Campingplatz bei Puyarruego und beenden den heutigen Endurotag mit gut 100 km. Auf dem Campingplatz gibt es ein hervorragendes Men├╝ mit verschiedenen Auswahloptionen und einer Flasche Wein. Spanien spielt heute in der Vorrunde und gewinnt. Volles Haus und beste Stimmung sind garantiert. Mein neues kleines Zelt stellt sich als ganz tauglich heraus, allerdings brauche ich aufgrund der Temperatur in der Nacht nur das Innenzelt. Au├čer mir passt praktisch nichts rein, also braucht man bei schlechtem Wetter eine wasserdichte Verpackung f├╝r die Bikeklamotten.

N├Ąchster Tag, wieder geniales Wetter. Eine Tankstelle gibt es hier im Ort nicht, aber egal, wir haben alle noch etwas im Tank und ich habe noch meine 1,5 Liter Notfallflasche mit Sprit.

Zun├Ąchst f├╝hrt eine kleine kurvige Strasse nach Buerba in die Berge rauf. Nach dem Ort biegen wir ab in den Wald und fahren ├╝ber eine Mountainbikestrecke zum (wahrscheinlich) verlassenen Dorf Yeba. Dies ist mein Plan B f├╝r die gesperrte Anisclo-Schlucht, der sich als super offroad Strecke herausstellt. Die H├Ąuser hier sehen noch ganz gut in Schuss aus, aber wir sehen hier keine Menschenseele. Von Yeba geht es ├╝ber ein kleines, befestigtes Str├Ąschen weiter bis ins Tal bei Lacort. ├ťber die Hauptstrasse N-260 fahren wir noch weiter bis Fiscal und machen dort in einem sch├Ânen Restaurant mit Garten unsere Mittagspause. Jetzt noch schnell bis Broto zum Tanken, eine kleine Schwimmpause im Rio Ara und auf zur zweiten Etappe des heutigen Tages. Diese f├╝hrt zun├Ąchst rauf nach Bergua und dann weiter ├╝ber Waldwege.

Wir queren mehrere T├Ąler und unz├Ąhlige B├Ąche, kommen ├╝ber sch├Âne Hochplateaus und Wiesen. Ohne Open Street Maps h├Ątten wir diese Route nie gefunden bzw. und st├Ąndig verfahren. Aber so hat die Navigation bis auf einen kleinen Fehler prima geklappt. Kurz bevor wir Olivan erreichen, hat Andreas eine etwas unruhige Gashand und landet neben der Piste in einem Abhang. Zum Gl├╝ck passiert nichts weiter und die Reise kann bald weitergehen. Es folgt noch eine sch├Âne Abfahrt ├╝ber Waldwege von den Bergwiesen runter ins Tal bei Olivan. Unseren heutigen Campingplatz finden wir nach 145 km in Biescas. Davon waren es heute gesch├Ątzt sicher 90-100 offroad km. Der Campingplatz ist eigentlich recht gut, nur der Service im Restaurant ist echt ├╝bel chaotisch. Aber am Ende bekommen wir doch noch was zu essen und alles ist gut.

Mittwoch. Schnelles Fr├╝hst├╝ck im Camp, anschliessend Einkaufen im Ort. Rapha macht sich auf den R├╝ckweg nach Isabena, er hat die Yamaha nur f├╝r drei Tage gemietet. Andreas und ich h├Ąngen noch einen Tag dran, Wir fahren ├╝ber die N-260 s├╝dlich bis Senugue, tanken dort und schlagen uns dann Richtung Westen in die B├╝sche. Nach einer Piste mit grobem, lockerem Schotter stehen wir pl├Âtzlich vor einer doppelten Flussdurchfahrt. Das gemeine daran ist der breite Kiesstreifen mit riesigen, runden Steinen zwischen den beiden Flussarmen. Der erste ist einfach zu fahren, wenn man von den steilen Ufern mal absieht. Andreas ist hier etwas schnell und springt mit einem riesigen Satz aus dem Fluss raus…aber geschafft. Das tiefe St├╝ck darf ich dann mit beiden Motorr├Ądern machen :) Gut, dass wir relativ leichte Enduros haben, die sind f├╝r sowas gemacht. Wir folgen der Transpirinaica, eine MTB Strecke, die bis zum Atlantik f├╝hrt. Leider sind nicht alle Strecken f├╝r Motorr├Ąder erlaubt, obwohl hier kein richtiger Naturpark ist.

Die Strecke f├╝hrt durch eine sch├Âne Waldlandschaft ├╝ber einen Pass. Am Nachmittag beenden wir den offroad Teil in Castiello de Jaca und fahren noch weiter bis Jaca, eine alte K├Ânigsstadt mit einer riesigen Festung. Heute spielt Deutschland, daher die Eile. Besser w├Ąren wir weiter Enduro gefahren, das wars dann wohl mit der WM. Trotzdem ein sch├Âner Abend in Jaca. Das Wetter wird immer schw├╝ler und abends ziehen ein paar Gewitter vorbei, aber es bleibt trocken.

Donnerstag. Heute ist R├╝ckfahrt nach Isabena angesagt, gr├Â├čtenteils ├╝ber Asphalt. Wir machen noch einen Abstecher in das Skigebiet bei Panticosa, bevor es dann ├╝ber Broto, Fanlo, Nerin, Buerba, Laspuna wieder zur├╝ck geht.

Unterwegs erwischen mich einige heftige Regenschauer, aber das ist bei den Temperaturen gar nicht so schlecht. Zu erw├Ąhnen ist noch eine tolle, kleine Strasse von Laspuna ├╝ber Torrelisa nach Arro, wo man wieder auf die N-260 trifft. Rechtzeitig vor dem richtig heftigen Gewitter erreichen wir wieder den Campingplatz. Kurz danach kommt die Sturzflut. Jetzt ist so eine H├╝tte richtig gem├╝tlich. Wow, was f├╝r eine Tour!


 

ISABENA CAMPING
Ctra. Graus-Viella km 27, 22482 La Puebla de Roda, Spanien www.isabena.eu Tel. +43 974 544530, Camping und Bungalows, Restaurant, Pool, Motorradverleih, BMW Test Ride Center, Werkstatt, viele weitere sportliche Aktivit├Ąten.

Wochenendausflug in die Ardennen


Aus dem langen Wochenende im Mai wird leider nur ein kurzer Trip von 2 Tagen. Das Wetter ist einfach zu nass und unbest├Ąndig. Aber die 2 Tage sind dann super! Von Stuttgart geht es quer durch den Nordschwarzwald in die Nordvogesen und dann immer an der Grenze Frankreich/Belgien entlang. Vorbei an Thionville fahre ich am ersten Tag bis Charleville-Mezieres, wo ich auf dem Campingplatz ├╝bernachte. Nach den 500 km bleibt noch genug Zeit f├╝r eine Stadtbesichtigung und ein leckeres Essen im “EFES”, einem kleinen, aber feinen t├╝rkischen Restaurant.

Am n├Ąchsten Morgen fahre ich erstmal eine Tour durch den parc naturel regional des Ardennes und noch ein kleines St├╝ck nach Belgien rein. Hier fliessen die beiden Fl├╝sse Maas und Semoy, die mich fast den ganzen Tag begleiten. Der R├╝ckweg f├╝hrt mich ├╝ber Verdun und durch den parc naturel regional de Lorraine. Das Navi f├╝hrt mich ├╝ber herrlich kleine Strassen durch malerische D├Ârfer. Hier gibt es fast keinen Verkehr. Vorbei geht es an Nancy weiter nach Hagenau im Elsass. Kurz vor der Rhein├╝berquerung gerate ich in die Ausl├Ąufer eines Gewitters und muss doch noch die Regenpelle dr├╝berziehen. Ab Baden-Baden geht es ├╝ber die Autobahn zur├╝ck, gegen 23 Uhr bin ich wieder zuhause. Heute waren es 700 km, das reicht dann auch…


Planung Sommerurlaub

Ende Juni geht es los, eine Tour mit Bergen, Beach und Bikes in den Pyren├Ąen. Der Campingplatz ist gebucht, nun arbeite ich noch an den Details der Tour. Vom Camping Isabena plane ich eine mehrt├Ągige Strecke bis zum Atlantik. Die Route soll zum gr├Â├čten Teil ├╝ber Schotter gehen und immer auf der S├╝dseite der Berge verlaufen. Erst am Ende wird die Grenze nach Frankreich ├╝berquert. Als Vorlage f├╝r die Routenplanung nehme ich die Transpirinaica, eine Mountainbikestrecke vom Mittelmeer zum Atlantik. Ich hoffe, dass wir unterwegs nicht auf allzu viele Verbotsschilder treffen, so dass Umwege ├╝ber die Strasse erforderlich werden. Verschiedene vorliegende Tracks werden in Routen umgewandelt und dann noch ein wenig im Editor bearbeitet, so dass mein Garmin damit auch zurechtkommt. Die OSM Karten sind routingf├Ąhig und routen auch ├╝ber den kleinsten Feldweg, perfekt! Ich werde vom Erfolg (hoffentlich!) berichten.

Jetzt bekommt die Suzi noch neue Reifen, diesmal hinten und vorne Michelin AC10. CHECK.
Der Luftfilter muss auch noch gereinigt werden. CHECK.
Heute Kette gereinigt, gepr├╝ft, ge├Âlt. CHECK.
Verschlei├č Ritzel gepr├╝ft. CHECK.
Schalthebel etwas gebogen und h├Âhergestellt. CHECK.

Zeit f├╝r eine Probefahrt mit den neuen Reifen. Hoppla, bei Geschwindigkeiten oberhalb 90 km/h schaukelt sie sich ganz sch├Ân auf. Ob das nur am Profil des Vorderreifens liegt oder auch an dem schweren 4 mm Schlauch vorne? Ich muss das nochmal mit anderem Reifendruck probieren.

UPDATE: Mit 1,25 bar vorne ist es etwas besser. Gewichtsverlagerung nach hinten hilft auf jeden Fall, also kann das erstmal so bleiben. Zum Schluss gibt es noch eine neue Batterie. Die alte hat genau eine Saison gehalten. Ich habe meinen freundlichen Suzuki H├Ąndler davon ├╝berzeugt, dass das nicht normal ist und eine neue auf Kulanz bekommen. Die Messung der Ladespannung zeigt keine Auff├Ąlligkeiten: 14,2-14,3 Volt im Leerlauf, bei h├Âheren Drehzahlen abnehmend bis 14,1 Volt. Morgen wird der Anh├Ąnger geholt und dann geht es loooooos!


Istrien Enduro 2017

Die diesj├Ąhrige Enduro Herbsttour f├╝hrt nach Istrien (Kroatien). Nach einigem hin und her wegen des Motorradtransports klappt es schlie├člich doch. Da ich aktuell kein Fahrzeug mit Anh├Ąngerkupplung habe, bin ich auf eine Mitfahrgelegenheit angewiesen.

Nachdem Teilnehmer und Fahrzeuge feststehen, k├Ânnen wir die Unterkunft buchen. Es soll noch einmal nach Draguc gehen, wo einige bereits im Juni (bei einer Bullenhitze) waren und noch weiteres Enduropotential ausgemacht haben.

Draguc ist ein kleines, auf einem Bergr├╝cken gelegenes Dorf in Istrien in der N├Ąhe des Jezero Butoniga. Von hier aus kann man Touren aller Schwierigkeitsgrade in alle Himmelsrichtungen unternehmen.

Wir sind diesmal zu sechst, alle aus dem Endurowander Forum. Unter Endurowandern versteht ja bekanntlich jeder etwas anderes. Alter, Fahrk├Ânnen und Erwartungen an den Urlaub sind nicht unbedingt bei allen gleich.

Ob das gutgehen kann? Um es vorwegzunehmen: Ja, es hat ganz gut gepasst und wir waren oft alle zusammen unterwegs und hatten sehr viel Spass dabei. Nat├╝rlich hat auch mal jemand ausgesetzt oder es haben sich zwei Teams gebildet, weil verschiedene Ziele angesteuert werden sollten.

Bereits vor unserer Ankunft war das Wetter recht nass, so da├č wir mit rutschigen Verh├Ąltnissen rechnen m├╝ssen. Unsere erste Tour am Sonntag f├╝hrt dann auch voll in den Matsch. Vorbei an einem Weinberg geht es auf einem schr├Ągen Weg durch kn├Âcheltiefem Matsch nach unten. Dort legen viele erstmal das Moped hin. Selbst bergab schieben ist nicht m├Âglich, da der Schlamm die R├Ąder blockiert und auch an den Stiefeln sofort festklebt.

Auch die Auffahrt auf der anderen Seite war nicht ohne. Wir rutschen und schlingern den Berg rauf. Hier zeigt sich, wer es wirklich kann und wer noch genug Stollen auf den Reifen hat. Am Nachmittag wird es dann fahrbarer, als wir durch ein Tal mit mehreren tiefen Flussquerungen nach Buzet fahren. Die Hauptstrasse zur├╝ck nach Draguc ist wegen eines Bergrennens gesperrt, also fahren wir ├╝ber kleine Nebenstr├Ąschen ├╝ber Vrc zur├╝ck. Abends ist Grillen am Pool angesagt.

Montag. Ich beschliesse, mein am Vortag etwas l├Ądiertes Bein zu schonen und unternehme allein einen Ausflug nach Motovun. Das alte St├Ądtchen liegt sehr malerisch auf einem Berg. Ich fahre vorbei am Parkplatz rauf auf den Berg und unternehme einen kleinen Rundgang zu Fu├č.

Tolle Restaurants mit Fernblick, viele Touristen. Hier ist Tr├╝ffel-Land, fast alle Gerichte werden mit Tr├╝ffeln angeboten. Am Fu├č des Berges beginnt eine Schotterstrecke, die ich bereits vorher aufs Navi kopiert habe. Die alte Bahnstrecke verl├Ąuft zun├Ąchst einfach und flach. Ich komme durch einen alten Bahnhof und ├╝ber ein Steinviadukt in sch├Âner Landschaft. Sp├Ąter verlasse ich die Bahnstrecke und die Route verl├Ąuft ├╝ber Felder und durch den Wald. Jetzt wird es fahrerisch interessanter mit engen Kurven, Anstiegen und vielen Steinen. Das letzte St├╝ck ist nicht mehr fahrbar, es f├╝hrt wieder durch tiefen Schlamm zwischen Weinbergen, deja vu.

Zur├╝ck in Motovun treffe ich ich den Rest der Truppe und wir trinken ein Pausenbier. Zur├╝ck nach Draguc geht es heute wieder ├╝ber meine Lieblingsstrecke bei Vrh. Bereits am Abend beginnt es wieder zu regnen.

Der Dienstag wird zum Pausentag deklariert. Bei dem Dauerregen will niemand fahren. Also bleiben wir mal einen Tag zuhause, sortieren Fotos, schreiben Emails, kochen was Leckeres, schauen Videos…

Am Mittwoch sieht es schon wieder besser aus, allerdings noch sehr grau ohne Sonne. Erstmal fahren wir alle zu einer Crossstrecke, die wir am Vortag entdeckt haben. Ein paar Runden dort sind ideal zum Aufw├Ąrmen am Morgen. Weiter geht es eine Schotterpiste ins Tal runter und ├╝ber Wiesenwege zur├╝ck nach Hause. Am Nachmittag sind wir zu dritt unterwegs und nehmen eine sehr enge Piste durch den Wald zur Autobahn runter. Von dort geht es ├╝ber Wiesen und Feldwege in ein gro├čes Waldgebiet. Rechtzeitig steige ich aus und fahre eine andere Route, bevor es dann wirklich f├╝r die beiden zu einer neuen Schlammschlacht wird.

Ich finde eine andere Strecke durch den Wald. Auch diese ist noch sehr nass und einmal saufe ich in einer riesigen Pf├╝tze ab. Trotz viel Wasser und Dreck wird es ein sehr sch├Âner Fahrtag.

Der Donnerstag verspricht endlich wieder Sonne und w├Ąrmeres Wetter. Zu viert wollen wir wir heute an die K├╝ste nach Porec fahren. Wir versuchen, auf m├Âglichst kleinen Wegen durch den Wald und ├╝ber die Felder ans Ziel zu gelangen. Das gelingt auch ganz gut bis einige Kilometer bevor wir die K├╝ste erreichen. Im Vergleich zum fast ausgestorbenen Draguc ist das hier schon eine andere Welt. Wir trinken in einem Cafe erstmal ein Bier und laufen dann zum Hafen runter. Dort gibts leckere Cevapcici zum Mittagessen.

Die anderen wollen schon zur├╝ck, ich bleibe noch ein wenig in Porec und schau mir die Altstadt an. Hier ist abends bestimmt viel los. Es gibt eine Menge gem├╝tlicher Kneipen und Cafes. Nach etwa einer Stunde wird es mir zu l├Ąstig, in den Endurostiefeln mit den Klamotten und Helm im Arm durch die Stadt zu laufen, und ich mache mich auf den R├╝ckweg. ├ťber Motovun geht es ├╝ber die Strasse zur├╝ck nach Draguc.

Auch am Freitag spielt das Wetter wieder perfekt mit und gleich nach dem Fr├╝hst├╝ck geht es los. ├ťber Schotter- und Wiesenwege fahren wir Richtung Hum und dann durch ein Waldst├╝ck weiter nach Buzet. Viele Steine und ein querliegender Baumstamm machen diesen Abschnitt interessant. In Buzet machen wir Pause in der Eisdiele. Am sp├Ąten Nachmittag werden die Bikes auf den H├Ąnger geladen, da es am Samstag leider schon wieder nach Hause geht. Zum Abschluss fahren wir am Abend ein paar Orte weiter und gehen alle zusammen in der Konoba Volte essen.


Fazit: Eine Woche Endurofahren mit Basislager ist keine schlechte Sache. Man muss sich nicht st├Ąndig um eine Unterkunft k├╝mmern und ist bei der Planung der Tagestouren relativ flexibel. Es gibt die verschiedensten Strecken in der n├Ąheren Umgebung, so da├č f├╝r jeden etwas dabei ist. Besonders f├╝r eine relativ gro├če Gruppe ist das sinnvoll. Allerdings kommt dabei das Gef├╝hl einer richtigen Motorradreise nicht auf. Dabei liegt der Reiz eben darin, da├č man morgens oft noch nicht wei├č, wo man abends schlafen wird und die Strecke spontan geplant wird. F├╝r die n├Ąchste Tour werde ich mir vielleicht noch ein kleineres Zelt kaufen um damit noch unabh├Ąngiger zu sein.

Einige Fotos stammen von Peter und Harry.


Alpentour GS

Die diesj├Ąhrige Sommertour mit Andreas und Rapha wir erstmals eine richtige GS-Tour. Wir sind alle drei mit einer GS unterwegs (2x F800 und meine R1100) und wir fahren Strasse und auch einige l├Ąngere Gel├Ąndestrecken. Dazu sp├Ąter. Los gehts am Sonntag fr├╝h ├╝ber die Autobahn A5 bis kurz vor Basel, dann beginnt eine sch├Âne ├ťberlandstrecke durch den Schweizer Jura. Eine liebliche Landschaft mit sanften H├╝geln und vielen Seen und kleinen Ortschaften. Am Anfang spielt das Wetter noch prima mit, aber auf den letzten Kilometern der sch├Ânen Nebenstrecke, ungef├Ąhr auf der H├Âhe von Genf, geraten wir in ein heftiges Unwetter. Gut, wenn man Regensachen dabei hat und diese auch rechtzeitig anzieht. Bei Andreas und Rapha endete der Tag ziemlich nass und kalt. Immerhin haben wir das geplante Ziel Annecy erreicht und dort ein billiges Zimmer in so einem “Premiere Class” Hotel gefunden, naja. Das Highlight war aber der Buffalo Grill direkt nebenan, das gute Abendessen war gesichert.

Am Montag Morgen zun├Ąchst Stadtbesichtigung Annecy bei sch├Ânstem Sonnenschein. Weiter gehts durch den parc naturel regional du massif des Bauges zum Col du Galibier. Diese Strecke sind wir schon vor zwei Jahren gefahren, sie ist Teil der Route des Grandes Alpes. Am Ende der langen Abfahrt erreichen wir Briancon, wo wir uns schon einen Campingplatz ausgesucht haben. Die abendliche Wanderung in die Stadt ist ganz nett, aber Briancon hat irgendwie Montag abends nicht viel zu bieten.

Der Dienstag soll uns nun endlich abseits der geteerten Strassen bringen. Dazu fahren wir ├╝ber den col du Montgenevre nach Italien r├╝ber und weiter bis Meana di Susa. Von hier geht die Tour ├╝ber den Finestre los. Eine kleine, asphaltierte Strasse schl├Ąngelt sich in engen Kehren den Berg hoch. Weiter oben geht es dann auf einer Schotterpiste weiter, bevor man auf der Assietta Kammstrasse weiterfahren kann, was wir trotz einsetzendem Regen tun. Die Piste ist hier relativ steinig, daher geht es auch bei dem Regen noch ganz gut zu fahren. Wir machen Mittagsrast im Rifugio Casa Assietta, wo wir ein einfaches Men├╝ mit K├Ąse, Fleisch und Polenta bekommen. Siehe da, nach dem Essen ist der Himmel wieder blau und die Wege trocknen ganz langsam wieder ab. Es gibt noch einige kleinere Matschl├Âcher, die stellen aber keine wirklichen Probleme dar. Nach einiger Zeit erreichen wir das Nordende von Sestriere, von wo es dann wieder auf der Strasse weitergeht. Vor Turin halten wir uns n├Ârdlich und fahren heute noch bis Lanzo Torinese, wo wir mit Hilfe des Navi und einigen Fehlversuchen einen gut versteckten Campingplatz finden.

Fazit: Die Assietta geh├Ârt eher zu den einfacheren Strecken, die man auch gut mit einer schweren Reiseenduro befahren kann. Selbst bei Regen war das heute gut machbar und hat viel Spa├č gemacht. Zu den Einschr├Ąnkungen siehe Text in der Box. Die S├╝dseite des Finestre muss dann eben nochmal bei besserem Wetter gefahren werden, dann lohnen sich auch die unten beschriebenen Besichtigungen der Festungsanlagen.

├ťber den Colle delle Finestre f├╝hrt eine Verbindung zwischen Susa (N) und dem Ort Depot bei Fenestrelle (S) bzw. Pourri├Ęres (SW). S├╝dlich des Scheitels, an der Pian dellÔÇÖ Alpe, liegt der Osteinstieg der Assietta-Kammstra├če (AKS). Als Befahrungsrichtung empfiehlt sich der Weg von N nach S: W├Ąhrend die S├╝drampe zwar schmal, aber komplett asphaltiert ist, erwarten den Motorradfahrer auf der Nordrampe nicht nur unz├Ąhligen Kehren, sondern auch Schotter. Mit ein wenig ├ťbung ist diese Strecke aber auch mit Tourern problemlos zu fahren. Bei feuchtem Wetter sollte man allerdings vorsichtig sein: Der Untergrund wird bei N├Ąsse streckenweise sehr rutschig.

Auf der S├╝dseite passiert man einige interessante Befestigungsanlagen, deren Zugang allerdings meist versperrt ist. Aber auch von der Stra├če her bieten sich interessante Einblicke in die milit├Ąrische Geschichte und die Baukunst vergangener Jahrhunderte. Das weitaus interessanteste Bauwerk ist die gewaltige Anlage des Forte di Fenestrelle, die sich vom Talboden aus ├╝ber ca. 3 km am S├╝dhang des Valle del Chisone hinaufzieht und dabei knapp 600 m H├Âhenunterschied ├╝berwindet. Die gewaltige Anlage, die zu den gr├Â├čten Festungsbauwerken in den Alpen z├Ąhlt, besteht eigentlich aus drei baulich miteinander verbundenen Festungen (San Carlo, Tre Denti und Delle Valli) und umfasst eine bebaute Fl├Ąche von 1,3 km┬▓. Die in 122 Jahren Bauzeit (1728 – 1850) errichtete und heute zum Teil restaurierte Anlage ist vom Tal aus zug├Ąnglich. Ein Besuch ist unbedingt zu empfehlen, aber man sollte daf├╝r einige Stunden einplanen ÔÇô und sich auf die insgesamt 3996 Stufen der ┬╗Scala Coperta┬ź einstellen, die die Teile der Anlage miteinander verbindet.

Der Colle dellÔÇÖAssietta liegt an der Assietta-Kammstra├če (AKS). Die Via dell Assietta (SP.173), die, von Pian dellÔÇÖAlpe an der S├╝drampe des Colle delle Finestre kommend, best├Ąndig an H├Âhe gewinnt, erreicht hier das Niveau des Kamms und setzt sich nach SW mit nur geringen H├Âhenunterschieden bis zum Colle Basset fort. In ihrem Verlauf bietet die AKS herrliche Aussichten auf das Pelvoux-Massiv, den Mont Chaberton sowie hinunter ins Chisone-Tal.
Am Scheitel zweigt nach Osten die gesperrte Strada del Gran Serin zum Gipfelfort auf dem Gran Serin (ca. 2 km) ab.

Aktuell sind f├╝r Finestre und AKS w├Ąhrend der Ferienmonate Juli und August Fahrverbote am Mittwoch und Samstag zwischen 9 und 17 Uhr in Kraft. Es gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h sowie ├ťberholverbot und Halteverbot au├čerhalb der Parkfl├Ąchen.

Quelle: alpenrouten.de

Der heutige Mittwoch geh├Ârt steckentechnisch nicht zu den Highlights. Wir fahren ├╝ber viele Nebenstecken weiter Richtung Lago Maggiore. Dabei gibte es auch einige tolle Abschnitte, aber leider auch sehr viel Tempo 30 in Ortschaften. Ab Meina geht es am Seeufer des Lago Maggiore entlang bis zum Campingplatz Conca d’Oro in Feriolo. Hier gibt es erstmal ein erfrischendes Bad im See. Unser Zeltplatz liegt direkt am Strand. Da die beiden nicht so recht wissen, ob sie abends essen gehen wollen und schon wieder jede Menge Zeug eingekauft haben, gehe ich alleine los in den Ort und genehmige mir eine riesige Pizza und zwei gro├če Bier in einem netten Restaurant am See. Perfekt nach einem sehr warmen Sommertag.

Donnerstag. Nach kurzer Lagebesprechung beim Fr├╝hst├╝ck steht fest: Ich werde alleine weiterfahren. Andreas und Rapha sind nach den letzten Tagen etwas erholungsbed├╝rftig und irgendwie nicht mehr sehr motiviert, die geplante Strecke noch ganz zu fahren. Und die manchmal etwas tr├Âdelige Fahrweise der beiden tr├Ągt auch zu meiner Entscheidung bei. Mir sind das Stilfserjoch und die sch├Âne Strecke am Arlberg wichtig und ich m├Âchte auf keinen Fall ├╝ber die Schweiz und Autobahn nach Hause fahren, was wohl jeder versteht. Gegen zehn Uhr bin ich wieder on the road und nehme als erstes die F├Ąhre nach Laveno-Mombello r├╝ber, das spart richtig Zeit. Von dort gehts ├╝ber Ponte Tresa ein St├╝ck durch die Schweiz. Der Verkehr in Lugano ist etwas nervig und es ist mittlerweile richtig hei├č. Ein sehr sch├Ânes St├╝ck am Nordufer des Luganer Sees f├╝hrt bis Porlezza, wo ich (wieder in Italien) Mittagspause mache. Sp├Ąter noch ein paar Fotostops am Lago di Como und weiter in das extrem hei├če Tal von Sondrio. Mein Bordthermometer zeigt bis zu 37 Grad im Schatten an, nicht schlecht. Weiter oben wird es dann besser. Ich beschliesse, heute nur bis Bormio zu fahren, nachdem ich mal die Wetterlage im Internet gecheckt habe. Das Wetter soll bis morgen Mittag mindestens halten, das reicht f├╝r den Pass. Ich fahre eine Runde durch den Ort eine kleine Bergstrasse rauf f├╝r ein paar Fotos und dann wieder zur├╝ck zu einem Hostel (Ostelo Alpino), das ich bei der Einfahrt nach Bormio schon gesehen habe. Sehr gute Entscheidung, siehe die Fotos. Die ├ťbernachtung mit Top-Fr├╝hst├╝ck und Garage f├╝r die Q kostet mich 30,00 Euro. Nach dem extrem hei├čen Tag erstmal duschen und dann mit der Kamera bewaffnet in die Stadt zum erkunden und Abendessen. Bormio gef├Ąllt mir sehr gut. Die Lage am Talende zwischen hohen Bergen macht die Stadt ideal als Ausgangspunkt f├╝r Wanderungen, Mountainbiketouren und nat├╝rlich f├╝r Wintersport. Entsprechend gro├č ist das Angebot an Unterk├╝nften und Restaurants hier.


Das Wetter am Freitag morgen ist tats├Ąchlich perfekt. Nach einem ausgezeichneten Fr├╝hst├╝ck im Hostel sitze ich gegen neun Uhr wieder auf der Q und rolle durch den Ort Richtung Stelvio. Die ersten Kurven des Stilfser Jochs fahre ich hinter ein paar belgischen Harleys. Sp├Ąter noch ein paar Fotos und schon bald stehe ich auf der Passh├Âhe bei erfrischenden 9 Grad. Die Abfahrt auf der Nordostseite ins Vinschgau ist ein veritables Kurventraining. Die Spitzkehren reihen sich in kurzer Folge aneinander und schon bald bin ich im Flow… Es ist noch nicht viel los hier, das sieht dann am Wochenende bestimmt ganz anders aus. Da die Wetteraussichten nicht perfekt sind, entscheide ich mich f├╝r eine kleine Abk├╝rzung und nehme den Weg “linksrum” ├╝ber den Reschenpa├č nach ├ľsterreich. Kurz nach dem Reschensee beginnt es dann leicht zu regnen. Mehrere kleine Schauer begleiten mich nun durch die Berge ├ľsterreichs. Nach der sch├Ânen Arlbergstrecke f├Ąngt es dann auf der Strecke Lech-Warth richtig an zu regnen und ich mache erstmal Mittagspause am Ortseingang von Warth. Fr├╝her war ich hier oft zum Skifahren, aber auch im Sommer ist hier viel los. Weiter geht es ├╝ber den Hochtannbergpa├č und runter bis Bregenz. Ein St├╝ck entlang des Bodensees und ├╝ber kleine Nebenstrecken vorbei an Ravensburg. ├ťber Sonnenb├╝hl und Reutlingen erreiche ich am Abend wieder Ludwigsburg.

Vom Col du Galibier, der Assietta und vom Stilfser Joch gibt es auch Videoaufnahmen. Das Schneiden dauert aber noch ein wenig, das wird sp├Ąter mal hier hochgeladen.

Einen weiteren sch├Ânen Blog vom Piemont gibt es hier bei Rossi


Endurotour in Wolfach

Am vergangenen Wochenende habe ich eine Endurotour beim Biker Weekend in Wolfach im Schwarzwald mitgemacht. Gar nicht so einfach, dort einen Platz zu bekommen, aber es hat dann schlie├člich doch geklappt. Die wilde Endurotruppe f├Ąllt hier etwas aus dem Rahmen, ansonsten geht es bei dem Event etwas gem├Ąchlicher zu. Etwa 200 Motorradfahrer waren dieses Jahr angemeldet, davon fahren die meisten aber nur auf der Strasse. Donnerstag abend gabs ein heftiges Gewitter mit Wolkenbruch, also am Freitag beste Wegverh├Ąltnisse f├╝r unsere Tour :) Wenigstens war es nicht mehr so heiss, das braucht man beim Endurofahren nicht.

P├╝nktlich um halb neun gings los. F├╝r das Briefing sind wir erstmal auf einen Berg oberhalb von Wolfach gebrettert, wo die Tour dann startete. Dann ging es den ganzen Tag durch Wolfachs W├Ąlder rauf und runter, oft ├╝ber enge und steile Schleifwege. Dazu war es im Gras oft sehr rutschig, also musste man schon dosiert am Kabel ziehen. Unsere Gruppe war recht homogen und so konnten wir ohne viel Warterei z├╝gig durch den Wald donnern. Ein Traum, leider geht das nur mit viel Vorbereitung und diversen Sondergenehmigungen. Daf├╝r nochmal ein Dankesch├Ân an die Veranstalter. Abends haben wir den Tag dann bei Bier und Grillen im Schlosshof in Wolfach ausklingen lassen.

Fazit: Einer meiner bisher besten Endurotage mit viel Fun und neuen Erfahrungen. Die DR-Z hat sich tapfer geschlagen. Auch ohne richtige Stollen am Vorderrad bin ich ganz gut klargekommen.

 

 

 

 

 

 
Und jetzt kommt das Highlight: Von dieser Tour gibt es mein erstes Video. Hier nur eine Kurzfassung (11 Minuten) mit urheberrechtsfreier Musik. Aufl├Âsung: 1280 x 720.



Travel Event 2017


Hey, jetzt wird es aber mal wieder Zeit f├╝r ein paar neue Artikel im Blog. Die Saison hat l├Ąngst begonnen und ich war auch schon viel unterwegs. Das diesj├Ąhrige Travel Event bei Touratech war echt riesig. Die Strasse zwischen altem und neuem Standort war gesperrt und somit war noch mehr Platz f├╝r Aussteller und Besucher. Die Zeltwiese war wieder bis zum Horizont gef├╝llt mit Zelten und Bikes, viele alte und neue Bekannte waren vor Ort. Bis auf ein heftiges Gewitter am Freitag abend war das Wetter spitzenm├Ąssig mit Hitze und meist blauem Himmel. Neben den ├╝blichen Ausfahrten durch den Schwarzwald, Probefahrten, Endurotraining, Benzingespr├Ąchen, tollen Diavortr├Ągen und Filmen gab es dieses Jahr auch wieder die GS Challenge, die jetzt GS Trophy Qualifier heisst. Beim Finale am Samstag abend wurden von den besten 10 Teilnehmern die Teilnehmer der Trophy bestimmt. So war der Plan. Aufgrund eines Fehlers bei der Auswertung der 300 Teilnehmer muss das Finale allerdings wiederholt werden, um die ersten drei zu bestimmen, die dann in der Mongolei dabei sind.

Ich war dieses Jahr drei Tage dort und es war keine Minute langweilig. Die Tage beginnen mit einem guten und preiswerten Fr├╝hst├╝cksbuffet vom Catering und enden in der Regel sp├Ąt bei Gespr├Ąchen am Lagerfeuer. Die Tour mit unserem Guide “Bonsai” f├╝hrte uns ├╝ber kleine und kleinste Strassen steil bergauf und bergab durch den Schwarzwald.

Kleiner Ausblick auf das folgende Wochenende: Beim Biker Weekend in Wolfach wird eine ca. 120 km lange Offroad Endurotour angeboten.

Artikel dazu folgt.


Winterzeit – Bastelzeit

So, zwischen all den Touren auch mal wieder ein Technik-Artikel. Die BMW hatte im Fr├╝hjahr ihren Service und wurde dieses Jahr nicht auf ganz so gro├čen Touren bewegt, daher ist alles bestens.
Die Suzi hatte nach dem Kauf einige kleinere Erg├Ąnzungen bekommen, diese m├Âchte ich kurz vorstellen. Es gibt auch schon erste Erfahrungen.

Caseguards
Die Aluminiumscheiben werden einfach mit hitzefestem Silikonkleber (aus dem Baumarkt) auf die passenden Seiten des Motorgeh├Ąuses geklebt. Gut andr├╝cken und ausreichend trocknen lassen ist wichtig. H├Ąlt bombig, keinerlei Probleme damit bisher.

Bei ebay einfach nach case-guads oder case saver suchen, dann sollte man f├╝ndig werden.

 
Motorschutz
Ein vern├╝nftiger Motorschutz ist im Gel├Ąnde unverzichtbar, weil Suzuki ab Werk da praktisch nichts hat. Dieser sch├╝tzt Motor und Rahmen nicht nur vor Aufsetzern, sondern auch vor Schotterhagel und Steinschlag. Ich habe mich f├╝r den “Tigermoto” entschieden, Bezug ├╝ber GEFU-bike. Auf der linken Seite musste ich ein kleines St├╝ck wegs├Ągen, damit das Teil richtig passt und nicht vor das Geh├Ąuse dr├╝ckt. Nach der Montage f├Ąllt auf, das der Motorschutz ungewohnte Ger├Ąusche vom Motor abstrahlt. Aber man gew├Âhnt sich schnell dran und es h├Ąlt sich durchaus in Grenzen. Die verwendeten D├Ąmpfungsh├╝lsen helfen da auch nicht viel. Hat sich gut bew├Ąhrt und die Unterseite ist jetzt irgendwie nicht mehr so gl├Ąnzend wie nach der Montage…

K├╝hlerschutz
Der K├╝hlerschutz bewahrt den K├╝hler vor Undichtigkeit oder Totalschaden bei seitlichen Aufpr├Ąllen bzw. Umfallern im Gel├Ąnde. Da liegt schnell mal ein Stein an der falschen Stelle und der K├╝hler hat dem von Hause aus wenig entgegenzusetzen bei seitlicher Krafteinwirkung. Die Firma Unabiker in den USA liefert das Ding massgeschneidert f├╝r die DR-Z und die Montage ist problemlos. Bisher keine Probleme. Ob dadurch Schlimmeres verhindert wurde, l├Ąsst sich schwer einsch├Ątzen. In jedem Fall beim Fahren ein gutes Gef├╝hl.

Tooltube
TooltubeDie Befestigunsm├Âglichkeit hinten links ist ideal f├╝r die Montage einer Tooltube f├╝r Werkzeug. Alternativ passt da auch eine PET-Flasche oder SIGG-Flasche mit einem Liter Sprit rein. Meine erste Befestigung hat leider nicht lange gehalten. Ich habe jetzt jetzt einen Halter aus einem St├╝ck und aus dickerem Blech angefertigt. Unten sind noch zwei weitere Fotos davon.

Lade- und Fremdstartanschluss

Bei dem ganzen Theater mit der schlappen Batterie und den oft n├Âtigen Anschiebeaktionen hat sich der Anschluss in der hinteren Seitenverkleidung schon mehr als bew├Ąhrt. Ein dickes Kabel verbindet diesen direkt mit der Batterie, so dass ein Fremdstart problemlos m├Âglich ist. Es hat sich nun herausgestellt, dass der Stator in der Lichtmaschine einen Masseschluss hatte, jedenfalls zeitweise. Die Batterie wurde also nur sporadisch und unvorhersehbar geladen. Dabei hat die Gelbatterie irgendwann den Geist aufgegeben und aufladen mit dem Ladeger├Ąt hat auch nichts mehr gebracht. Nun ist Stator und Batterie neu und alles ist gut :)

Beide Motorr├Ąder haben wieder T├ťV, die neue Saison kann kommen…

Tooltube

Tooltube