FrĂĽhlingsausflug ins Socatal (Slowenien)

Das lange Wochenende an Christi Himmelfahrt ist perfekt für eine kleine Tour, und das Wetter spielt genial mit. Über den Brenner geht es über Italien und Österreich nach Slowenien. Wir fahren die gut 660 km an einem Tag und nehmen dabei wieder die schöne Strecke durch das Lesachtal nach Osten. Als wir die tolle Strecke am Mangart vorbeifahren ist es bereits dunkel.

Im Camp Soca treffen wir auf eine Gruppe von Freunden aus Bayern, die dort zum Kajakfahren sind. Wir geniessen Sonne, türkisfarbenes Wasser und Berge. Abends wärmt das Lagerfeuer und wir grillen. Die Gegend ist perfekt für fast alle erdenklichen Outdoorsportarten. Am Freitag wandern wir mit einer kleinen Gruppe an der Soca entlang, während die anderen sich durch die Stromschnellen kämpfen.

Der Rückweg führt uns am Samstag und Sonntag zunächst über die Großglockner Hochalpenstrasse, die einen Tag zuvor aufgemacht hat. Eine traumhafte Strecke, die wir fast für uns allein haben. Links und rechts der Strasse liegt noch meterhoch der Schnee und wir fühlen uns wie im Skiurlaub.

Während ich am Anfang der Strecke auf Andreas warte, treffe ich Ruppert aus Altötting, der auch mit seiner Q unterwegs ist. Wir fahren die Strecke zusammen und machen noch einen kurzen Stop auf der Edelweiss-Spitze. Von dort ist auch das Titelfoto oben.

Wir ĂĽbernachten in Kirchberg in Tirol und am Sonntag geht es eine schöne Strecke durch Oberbayern und Allgäu zurĂĽck nach Hause. Die kleinen Strassen entlang der Iller sind angenehm zu fahren und von Ulm geht’s dann ĂĽber die B10 weiter.


Rumänien – Teil 3

Von Sighisoara aus fahren wir weiter durch bergige, abwechslungsreiche Landschaft nach Nordosten ĂĽber Georgheni zum Lacul Rosso. Hier gibts nur einen kurzen Stop und dann geht’s weiter durch die Bicaz-Schlucht. Am Startpunkt eines versteckten Trecking-Wegs folgen wir diesem ein wenig zu FuĂź und entdecken eine schöne HängebrĂĽcke. Danach wird die Landschaft wieder etwas weitläufiger und die Hitze größer. Wir schaffen es heute noch bis Vatra Dornei, einer Stadt im Dornröschenschlaf. Ein altes Spielcasino in einem verfallenden Prunkbau wartet hinter Holzbretten schon seit vielen Jahren auf einen Investor. Hier fĂĽhlt man noch den Sozialismus, wenn man auf der Kurpromenade entlangläuft. Wir ĂĽbernachten endlich mal wieder auf einem Campingplatz. 22 Lei fĂĽr 2 Personen sind etwas mehr als 4 Euro, das ist ein guter Preis. Von hier haben wir morgen einen guten Ausgangspunkt fĂĽr die Entdeckung der Maramures Region.

Bevor es am nächsten Morgen weitergeht, gönnen wir uns noch ein Luxusfrühstück in einem Cafe. Die Route führt uns dann auf einer nicht ganz so glatten Asphaltdecke über den Prislov-Pass. Um die Mittagszeit sind wir in Viseu de Sus und schaun bei der Wassertalbahn vorbei. Ein paar alte Dampfloks stehen hier, Personenwagen und Holzwägelchen. Gerade als wir weiterfahren wollen, kommt der Touri-Zug im Bahnhof eingelaufen und es wird sehr lebendig hier.

Wir nehmen die Route durchs Iza-Tal weiter Richtung Westen. Heute viele kleine Strassen und noch kleinere Dörfer. Die Häuser haben an der Strasse oft riesige Holzportale mit vielen kunstvollen Schnitzereien. In Barzana biegen wir rechts ab auf den Pasul Bocicoel. Auf der Passhöhe kann man links und rechts auf dem Grat weiterfahren und kommt zu prima Plätzen fĂĽrs Wildcampen mit Aussicht. Aber wir mĂĽssen heute noch weiter. Kurze Pause am “fröhlichen Friedhof” in Sapanta. Hier ist echt die Hölle los. Ob die Toten das auch zu schätzen wĂĽssten? Hier treffen wir zum vierten Mal die drei Biker aus Tschechien wieder und halten einen kleinen Plausch mit den netten Jungs. In der Nähe von Calinesti-Oas finden wir am Abend eine schöne Wiese zum Campen, weit und breit gibt’s hier nichts auĂźer Schafen und ein paar Schafhirten.

Ăśbernachtungen und Tanken

alle Angaben fĂĽr 2 Personen
Gasthof Steirerhof Villach, Österreich (72 € incl. Frühstück)
Camping Fonyod Balaton, Ungarn (10 €)
Campinghütte in Timisoara (22 €)
Pension in Voineasa (18 €)
Pension Ela in Sibiu (30 €)
Hotel Duet in Pitesti (23 € incl. Frühstück)
Pension Gia in Sighisoara (22 €)
Camping in Vatra Dornei (5 €)
Wildcampen bei Negresti-Oas (0 € incl. Schafherde)
Camping Hello Hallo in Erdotarcsa, Ungarn (10 €)
Camping in Breitenbrunn, Österreich (18 €)
Camping in Salzburg, Österreich (28 € !)

gefahrene Gesamtstecke: 4970 km
Benzin getankt: 239 Liter
Ausgaben Benzin: 289 €

Heute fällt das Frühstück aus und es gibt ein frühes Mittagessen in Satu Mare, bevor wir die Grenze zu Ungarn überqueren. Ab Debrecen lassen wir heute das Navi die Route planen und es geht über Landstrassen quer durch die Pußta bis kurz vor Budapest. Hier finden wir einen Campingplatz bei einer ausgewanderten holländischen Familie.

Die weitere Heimfahrt fĂĽhrt uns dann ĂĽber Budapest (kurzer Stop an der KettenbrĂĽcke) und Salzburg (Camping) wieder ohne Autobahn zurĂĽck nach Stuttgart.



Rumänien – Teil2

Laut Sattelitenbild soll das Tief sich nun endlich verlagern und Platz für besseres Wetter machen. Das wäre auch nicht schlecht, heute geht es von Pitesti nörlich über die Transfagaras weiter, angeblich ein Highlight jeder Rumänienreise. Nach dem Frühstück im Hotel ist es wirklich schon wärmer und ein paar blaue Lücken zeigen sich am Himmel. Langsam aber sicher gewinnen wir an Höhe, aber der spannende Teil kommt erst später. Ab dem Vidrau Staudamm geht es langsam los und kurz vor dem Pass gibts dann endlich schöne Kurven. Die Nordseite ist noch spektakulärer, aber dort hängt noch dichter Nebel fest. Hat auch seinen Reiz. Am Parkplatz zum Lacul Rosso herrscht ziemlicher Rummel (heute ist Sonntag), und man sieht sowieso nicht viel. Weiter. Unten angekommen, machen wir Pause an einem Fluss. Hier ist es wieder schön warm und wir geniessen die Sonne.

Auf dem Weg nach Agnita über kleine Nebenstrassen und Feldwege müssen wir zunächst einen Fluss per Fähre überqueren. 10 LEI scheint der Standardpreis zu sein. Dafür werden wir mit Muskelkraft über den Fluss gezogen. Weiter geht es sehr entspannt durch viele kleine Dörfer in einer hügeligen Landschaft.

Wir erreichen Sighisoara und haben nach der Unterkunftssuche noch genĂĽgend Zeit, die mittelalterliche Stadt mit ihren bunten Häusern und Festungen zu erkunden. Anschliessend gibts leckeres Essen im Hotel “Zur Post”.


Rumänien – Teil 1

Und auf zur nächsten Tour, diesmal zwei Wochen nach Rumänien. Die An- und RĂĽckreise erfolgt diesmal mit dem Motorrad, was zusammen schon 5-6 Tage benötigt. Aber wir haben uns eine schöne Route durch die Alpen ausgesucht und – der Weg ist das Ziel!

Nach dem Brenner weiter durchs Lesachtal und Gailtal. Erste Ăśbernachtung in Villach in einem gemĂĽtlichen Gasthaus. Die zweite Hälfte des Tages ist leider ein wenig verregnet, aber am nächsten Tag sieht es schon besser aus. Wir zelten in einem kleinen Ort direkt am SĂĽdufer des Balaton. Am dritten Tag fahren wir weiter nach Timisoara in Rumänien. Direkt hinter der ungarischen Grenze zeigt das Navi mit open street map Karte, was es kann und lotst uns ĂĽber einen kleinen Schotterweg zu einer winzigen Fähre ĂĽber den Mures. Die Seilfähre wird nur von der Strömung angetriebn und benötigt entsprechend lange. Die Auf- und Abfahrt erfolgt ĂĽber eine kleine Holzplanke, da freut sich der Endurist…

Nachts in Timisoara regnet es wieder heftig. Gut, dass wir auf dem Campingplatz eine HĂĽtte genommen haben.

Am nächsten Morgen geht es nach kurzer Stadtbesichtigung weiter in Richtung Karpaten. Auf einer kleinen Strasse (die 7A) mit vielen Schlaglöchern und Baustellen geht es von Petrosani rauf in die Berge. Wir queren die Transalpina und übernachten in einer Pension im kleinen Dorf Voineasa. Und wieder regnet es in der Nacht, vorher sind wir schon in den Wolken unterwegs gewesen.

Die nächste kurze Etappe führt uns nach Sibiu, wo wir einen halben Tag verbringen und in der Pension Ela übernachten. Sibiu ist eine absolut sehenswerte Stadt mit vielen guten Restaurants und Cafes.

Am Abend gehen wir noch lecker im “Weinkeller” essen, sehr zu empfehlen.

Samstag, 22.8.
Es ist immer noch bewölkt und es regnet morgens noch ein paar Tropfen. Wir nehmen Kurs auf die Transfagarasan, aber schon bald, weit vor dem Gipfel, ist Schluss. Heute ist die Strecke wegen der Sibiu Rallye gesperrt. Also wieder runter und weiter nach Osten nach Brasov, wo wir eine ausgiebige Mittagspause mit Stadtbesichtigung machen. Wenigstens ist es hier trocken und einigermassen warm, aber bei der Weiterfahrt ĂĽbeer den Bran-Pass hat uns der Regen wieder. Egal, die Strecke ist wirklich ein Traum und auch die tief hängenden Wolken haben was… In dem langen Tal hinter Campulung fahren wir durch viele kleine Dörfer. Hier ist die Zeit wirklich stehengeblieben. Alte Leute sitzen vor ihren Häusern, Pferdefuhrwerke fahren Heu mit Familien obendrauf, Kuh- und Schafherden flanieren auf der Strasse. Zwischendurch immer wieder fehlender Asphalt, Matsch und Schlaglöcher.

In Pitesti finden wir im Hotel Duet für 100 Lei ein schönes Zimmer mit Frühstück. In der Fussgängerzone der Dacia-Stadt gibt es sogar eine Musical Fountain und endlich ein kühles Bier. Morgen wollen wir dann die Berge von Süden her überqueren und dann irgendwie weiter nach Sighisoara.


RDGA – Route des Grandes Alpes


1.Juni – 7.Juni

Dazu muss man eigentlich nicht mehr viel sagen, die meisten von euch sind die Strecke sicher schon einmal gefahren. Eine absolute Traumstrecke durchs Hochgebirge vom Genfer See bis zum Mittelmeer. Viele der Pässe machen erst Anfang Juni auf, einige sogar noch später. Wir hatten mit dem Wetter riesiges Glück. Es war meistens sehr warm und nur der Iseran hatte noch Wintersperre. Aber der Reihe nach.

Von Stuttgart fahren wir am Montag mit dem Anhänger bis nach Thonon-les-bains am Genfer See. Dort gibts abends ein echt heftiges Gewitter, aber am nächsten Morgen ist alles wieder gut. In den Tälern dampft noch der Nebel ĂĽber dem nassen Asphalt, aber bald geht’s schon ĂĽber die ersten kleinen Pässe. Als Alternative zum Iseran fahren wir ĂĽber den Col de la Madelaine, ein absolutes SahnestĂĽck und immerhin fast 2000 Meter hoch. Danach gehts noch weiter bis zum kleinen Skiort Valloire, wo wir in der Abendsonne unsere Zelte aufbauen.

Im einzigen geöffneten Hotel bekommen wir abends noch ein leckeres Essen, aber wir sind in einer Geisterstadt. Egal, am nächsten Morgen wartet erstmal der Galibier auf uns. Da oben noch Schneemassen liegen, nehmen wir den Gipfeltunnel auf die andere Seite. Von dort gibts eine unendlich lange Abfahrt bis nach Briancon, Mittagspause. Während Andreas seinen Kaffee trinkt, schlendere ich über den sehr schönen Markt und schau mir die Altstadt an. Hier unten im Tal ist es richtig heiß jetzt, die Sonne brennt gnadenlos vom fast blauen Himmel. Nach dem Tanken geht es nun weiter über den Izoard und den Col de Vars. Dann weichen wir von der Standardroute ab und fahren die Schleife über den Col de la Bonette, mit 2715 m einer der höchsten Strassenpässe der Alpen. Der Pass liegt südöstlich von Barcelonette. Nach einer grandiosen Auffahrt stehen wir recht plötzlich mit einigen anderen Bikern vor einer recht massiven Schneewand. Hier wäre die Auffahrt für die letzten Meter zur Spitze, der Cime de la Bonette gewesen. Nicht für uns, wir nehmen den shortcut auf die andere Seite und schwingen uns wieder ins Tal hinab.

Da wir schon recht spät dran sind, lassen wir die restlichen Pässe der Seealpen aus und fahren auf direktem Weg durch ein schönes Tal bis nach Nizza, wo wir uns auf einem Campingplatz in Villeneuve-Loubet einquartieren. Wir gehen noch kurz zum Strand und decken uns dann im Supermarkt mit Bier und etwas essbarem ein, das soll für heute genügen. Mittlerweile ist schon Donnerstag und wir haben heute einen Pausentag. Wir mieten uns zwei Mointainbikes und fahren die Küste rauf durch Cagnes-sur-mer bis nach Nizza. Grösstenteils fahren wir über eine tolle Strandpromenade, bei dem perfekten Sommerwetter heute ist das echt genial. In Nizza ein kurzer Sprung ins Meer, Mittagspause (Tipp: Socca essen bei Pipo) und dann weiter bis zum Cap Ferat, das wir ganz umrunden. Wahnsinn, was hier für Villen rumstehen. Auf dem Rückweg bleibt Zeit für ein leckeres Essen in der Altstadt von Nizza und ein wenig Sightseeing.

Freitag geht es nun wieder Richtung Norden. Heute fahren wir getrennt, Treffpunkt ist Gap. Ich nehme die Route ĂĽber Saint-Paul und den Col de Vence (sehr zu empfehlen). In Castellane zweigt die Strasse zu den Gorges du Verdon ab, dort fahre ich diesmal rive-gauche, also auf der linken Seite. Absolut beeindruckende Landschaft, steht dem Grand Canyon in den USA in nichts nach… Vorbei am Lac de Sainte-Croix fahre ich ĂĽber Riez nach Digne-les-Bains, wo es ĂĽber sehr kleine Strässchen und durch wilde Schluchten weitergeht. Ich komme durch Seyne-les-Alpes, das dieses Jahr durch den Germanwings Crash traurige BerĂĽhmtheit erlangt hat. Weitere kleine Strässchen fĂĽhren mich vorbei am Lac de Serre-Poncon nach Gap, wo Andreas auch etwa eine Stunde später eintrifft.


Am Samstag ist die StreckenfĂĽhrung weniger spektakulär, aber immer noch mit schöner Bergkulisse links und rechts der Strasse. Wir fahren wieder einzeln aufgrund unserer verschiedenen Geschwindigkeiten und ich mache heute eine lange Mittagspause in Chambery. Es ist immer noch brutal heiss, so freue ich mich wieder auf den Fahrtwind. Durch den Parc Naturel du Massiv des Bauges fahre ich bis zum schön gelegenen Lac d’Annecy. Das war nochmal ein richtiges Motorrad-Paradies. Die restliche Strecke bis zum Genfer See ist weniger spannend. Ăśberraschung bei der Ankunft: Andreas und ich kommen zufällig innerhalb von einer Minute am Ziel an! Er hat noch die Klamotten an, den Helm in der Hand und seine 650 GS steht vor der Schranke am Campingplatz. Nach dem Bad im See zieht wieder ein schweres Gewitter auf, das kennen wir ja schon hier. Das Licht wird etwas unheimlich mit Farbtönen von dunkelrot bis tiefblau. Am Sonntag geht eine sehr schöne Tour (1.320 km) zu Ende und wir zuckeln mit den Motorrädern auf dem Hänger wieder nach Hause.

alle Pässe der RDGA

Col des Gets (1163 m)
Col de la Colombiere (1613 m)
Col des Aravis (1487 m)
Col des SAisies (1650 m)
Cormet de Roselend (1967 m)
Col de l’Iseran (2764 m)
Col du Telegraphe (1566 m)
Col du Galibier (2645 m)
Col du Lautaret (2058 m)
Col d’Izoard (2360 m)
Col de Vars (2109 m)
Col de la Cayolle (2326 m)
Col de Valberg (1673 m)
Col de la Couillole (1678 m)
Col Saint-Martin (1500 m)
Col de Turini (1607 m)
Col de Castillon (706 m)

Herbsttour ins Vinschgau

Ein langes Wochenende im Oktober, tolles Wetter und noch nichts geplant. Was tun? NatĂĽrlich eine kleine Motorradtour in die Alpen. Spontan geplant, bin ich diesmal allein unterwegs. Naja, fast allein. Ein paar andere hatten wohl ähnliche Ideen. Mein Plan, auf dem Weg in die Alpen ĂĽber die Autobahn zu fahren, hat keine groĂźe Zeitersparnis gebracht. Die A8 am Aichelberg ist GroĂźbaustelle und die halbe A7 ins Allgäu war ein einziger groĂźer Stau. Nur gut, dass man mit dem Motorrad da einigermassen flĂĽssig durchkommt. In Ă–sterreich hat es sich dann auch mit dem Nebel erledigt und der schöne Teil der Tour kann beginnen. Die Strecke geht ĂĽbers Hahntennjoch und Timmelsjoch, durch Meran weiter ins Vinschgau. Hier sind es sommerliche 25 Grad, das erste Mal wird es heute richtig warm. Ich ĂĽbernachte in Latsch auf dem Campingplatz. Abends gibts dort leckere Pizza und ein kĂĽhles Bier, perfetto. Nach einem FrĂĽhstĂĽck in der Bäckerei gehts schon um halb zehn weiter. Die Strecke zurĂĽck fĂĽhrt ĂĽber Reschenpass – Arlberg – Bregenzer Wald und weiter ĂĽber kleine Nebenstrassen durchs Allgäu und ĂĽber die Alb. 2 Tage mit 914 km, vielen Kurven und viel Spass.



Westalb – ein traumhafter Sonntag

Also spontan eine Route ins Navi und ab gehts. Start in Stuttgart, dann eine schöne 300 km Runde über die Alb mit dem Mittelpunkt Reutlingen. Wiesensteig, Münsingen, Lauterbachtal, Rottenburg. Viele Kurven, viele kleine Strassen. Zurück am Neckar entlang bis Tübingen und Einkehr im Schwärzlocher Hof, perfekt. Dort treffen wir auf Sabine und Tom, die heute auf Cabriotour sind. Hier ist gut was los heute, aber Essen und Aussicht sind wie immer genial.


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Ein Wochenende in Italien

Eine schöne Tour für ein langes Wochenende mit 4 Tagen. Anreise 559 km vorbei am Rheinfall in Schaffhausen,über den Julierpass und den Malojapass. Hinter den Alpen spürt man schon das Mittelmeerklima, es riecht überall nach Kräutern. Unsere Basis für die nächsten beiden Tage ist das Campeggio Rivabella in Lecco. Sehr schöner Zeltplatz direkt am Wasser und wir können zu Fuss in die Stadt gehen. Am zweiten Tag unternehmen wir eine kleine Rundfahrt um einen Teil des Sees bis Varenna und mit der Fähre rüber nach Bellagio. Zwei hübsche kleine Orte die zum Verweilen einladen.

Die RĂĽckfahrt geht ĂĽber den SplĂĽgenpass, ein weiteres Highlight der Tour. Oben im See treiben noch die Eisschollen und es weht ein kĂĽhler Wind.


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Herbsttour nach Tschechien

Samstag

Abfahrt 11:30, kein Tropfen Regen mehr, aber kaum Sonne, 15-17 Grad
knapp 400 km bis Marienbad. Spritpreis nur 1,55, ich Idiot habe in Deutschland noch vollgetankt
Camping Luxor fast leer, 120,00 pro Nacht (in Euro gezahlt, 6,00 Euro)
schöner Platz an einem See
voll der Kurort, wie Baden-Baden. Einkaufen im Kaufland
zu Fuss durch den Ort und den Kurpark, musical fountain. Wifi im Churchill Restaurant zu lecker Penne arrrabiata und ein Gambrinus. Chat in Facebook. Neue Zeltbeleuchtung ist super.

Marienbad

Sonntag

die Nacht war recht kalt in dem dünnen Schlafsack, morgens nur 4 Grad draussen abbauen, Zelt trocknen, Frühstück in der Sonne
oops, schon wieder 11 Uhr bis zur Abfahrt.
Bis Loket sind es nur ca. 40 km durch einen schönen Wald.
Das lazy river hostel gibt es nicht mehr, dafür ein Knöllchen fürs Parken vor dem Haus. Bikeklamotten aus und Fotorunde durch den schönen Ort in einer Flussschleife.
Weiterfahrt nach Litomerice, ca. 140 km, meist keine besondere Strecke.
Das Autocamp liegt sehr schön am Fluss und ist praktisch mitten in der Stadt, toll. Zelt aufbauen, mittlerweile sind es 22 Grad. Die Duschen sind auch super. Anmeldung im Restaurant bei Natalie. Gegen fünf zu Fuss in den Ort zur Erkundung und Abendessen. In der Brauerei (?) ist wenig los, aber Bedienung und Essen sind ok. Dazu 2 grosse Bier :)
Schon gegen acht zurück am Camp, noch ein Bier und Wifi im Restaurant. Natalie hat alle Hände voll zu tun, leider kein Flirt mehr.  Email von Vik, ich freue mich auf unser baldiges Treffen. Im Zelt noch FM4 von der Festplatte.

Litomerice

Montag

Die Nacht war wesentlich angenehmer, nur die Güterzüge schienen alle durchs Zelt zu fahren. 8:00 Uhr aufstehen, Frühstück im Restaurant für nur 82,00. Das Zelt ist immer noch nass, die Sonne hinter den Bäumen. Noch ein Spaziergang in die Stadt für weitere Fotos.
Ich baue ab, Zelt wird nass eingepackt.
Abfahrt um 11:30 Uhr, heute sind es 66 km bis ins Elbi (Labe Sandstone Rocks)
schöne kleine Strassen durch hügelige Landschaft, heute macht es wirklich Spass. Kemp Mezna Louka, 201,00 CK, nur wenige Zelte zwischen den (geschlossenen) Holzhütten. Zeltaufbau und umziehen zur Wanderung, los gehts um kurz vor drei. Schöner Weg runter ins Tal der Kamenice.

unterwegs

Wanderung durch die Felsenschlucht und kurze Bootsfahrt auf dem Stausee.
Hoch nach Mezna, dort Palacinka in der tollen Pension mit Aussicht. Von der Sonnenterrasse zurück zum Camp.  Die Chefin ist dort, sehr unsympathisch. Der ganze Platz ist leer, aber ich soll Zelt und Motorrad woanders hinstellen. Vergiss es, ich habe vorher gefragt!
Kein Geschäft in der Nähe, also nicht kochen. Im Hotel Mezna gegenĂĽber gibt es lecker Braten mit Knödel, was will man mehr. Leider tuts das Internet im Hotel heute nicht, obwohl sie erst sagte, dass sie Internet haben… Im Zelt Fotos schauen, Tagebuch schreiben und schon ein wenig die weitere Route planen. Heute frĂĽh ins Bett, nix los hier. Nachts ist permanent ein Geheule und Geröhre im nahen Wald, sind das Hirsche??
Kamenice Schlucht
Dienstag

PĂĽnktlich um acht raus aus dem Schlafsack, und wieder ein super Tag mit Sonne. Eine heisse Dusche am Morgen, prima. Das Zelt trocknet trotz Sonne nicht, das Aussenzelt bleibt von innen noch total nass. Ich helfe mit dem Lappen etwas nach, aber ganz trocken wird es nicht.
Abfahrt schon wieder erst um kurz vor hal 12, muss eine Naturkonstante sein. Heute noch nicht
gefrĂĽhstĂĽckt!
10 km weiter ein kleiner Laden und danach die perfekte FrĂĽhstĂĽcksbank in der Sonne.
Heute gehts nach Pec mit einigen Zwischenzielen im Navi, ca. 170 km
Der mit Abstand beste Motorradtag, super Strecke mit kleinen Strässchen und vielen Kurven.
In Pec mache ich nur eine kleine Runde mit dem Motorrad und steige kurz fĂĽr ein Foto ab.
Ich beschliesse, in wärmeren Gefilden einen Campingplatz zu suchen und finde diesen in Vrchlabi.

Es geht auch freundlich! Der nette Typ mit den langen Haaren ist auch Biker und bietet mir ein
aufgebautes Zelt an, da das Wetter schlecht werden soll. Leider kein Internet bzw. nur mit teurer
Wochenkarte. Kochen am Zelt bei Sonnenuntergang: Nudeln mit Paprika, Zwiebeln und Ketchup.
Danach in der HĂĽtte noch ein Bier, es sind noch ein paar Tschechen auf dem Platz.

Mittwoch

Um 4 vier Uhr nachts beginnt der Regen auf das Zelt zu prasseln und es wird windig. Geht es jetzt
so die nächsten Tage weiter ? Egal, umdrehen, weiterschlafen.
Um halb neun beschliesse ich zu duschen, es regnet immer noch leicht.
Danach gibt es im Restaurant leckeres Omlett und einen Tee.
Angeblich soll der Tag so bleiben. Ich beschliesse zu packen und loszufahren.
Abfahrt heute schon um 11:00 !

Pilsen

Es regnet nicht mehr, Strecke ĂĽber normale Landstrasse ohne Zwischenziele bis Plzen 250 km.
Die Strecke ist heute nicht so spektakulär, dafür schneller und TROCKEN.
Ich ereiche Pilsen um 15:00 Uhr und nehme ein Zimmer im student hostel = Studentenwohnheim mit
Hoteletage im Plattenbau. Echte Ostalgie. Die Concierge spricht kein Wort Englisch und ist auch
sonst etwas langsam. Zwei nette Studentinnen helfen weiter. Beim Preis versucht sie mir aber 80
zuviel abzuknöpfen, von wegen! 440 Kronen für ein DZ in der Platte reicht. Immerhin gibt es Wifi
hier. Zu Fuss ca. 1 km in die Stadt, von der ich sehr angenehm ĂĽberrascht bin, viele Fotos. Sogar die
Sonne kommt noch raus. Tolles Licht!
Abendessen in der Brauereigaststätte von Pilsener Urquell, bei mir gibts heute halbe Ente mit Rotkohl und Knödel, hmmmm. Später noch in das Zach Cafe mit einer Liveband.

Zach Cafe

Donnerstag

Eine Nacht in einem richtigen Bett war auch mal wieder gut. Und kurze Wege zum Bad.
Die Cafeteria hat aus unerklärlichen Gründen zu. Ich hole das restliche Brot rein und frühstücke
im Zimmer, Milch ist ja schliesslich auch noch da.
Saukalt draussen, nicht viel ĂĽber null vermutlich. Aber die Sonne scheint.
Abfahrt um kurz nach zehn, ich werde immer besser.
Heute warm eingepackt, aber natĂĽrlich kein Regenkombi. Sehr komfortabel, trotz 11 Grad bei Abfahrt.
Hinter Pilsen kurz rechts rangefahren, um die Sturmhaube aufzuziehen. Sofort steht ein Mädel neben
mir und will mir einen blasen…Aber sie ist nicht mal hĂĽbsch. Ohne absteigen Landstrasse durchgedonnert bis Aalen, dort tanken und McDonalds. Endspurt nach Hause durch die Kaiserberge und Göppingen.


Vogesentour Juni

suedvogesenrouteEine kleine, aber feine Tour in die Vogesen. Anreise am Freitag nach der Arbeit durchs heisse Rheintal. Erste Ăśbernachtung auf dem Campingplatz in Munster. Vor dort Einstieg in die geplante Vogesenrunde. Herrliche Natur, Berge, Kurven, blauer Himmel, was will man mehr. Grössere Pause am Lac de Geradmer. Ăśber den Ballon d’Alsace zu meinem Lieblingsplatz, dem Hochstein. Dort wildes Zelten in einer wilden Gewitternacht. Am Sonntag bei strömendem Regen zurĂĽck nach Deutschland, daher das letzte StĂĽck ĂĽber die Route des Cretes nicht mehr gefahren. Der alte Regenkombi hält perfekt dicht, lediglich die Stiefel lassen vorne ganz wenig Feuchtigkeit rein. Ich kann die Tour zum Nachfahren gerne als gpx verschicken.